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Zum Leserbrief „Die Frauen schützen“ vom 11. Januar.

14.01.2017

Von Harald Uetz

Was soll ich sagen, Herr Brand, wenn Sie – beispielhaft für die Neue Rechte/AfD –

1. irgendwelche Behauptungen in den Raum stellen – ich zitiere: „(...) begrapschte, vergewaltigte oder ermordete Frauen, (...) all das hatten wir vor Merkels ,Wir schaffen das‘ nicht."

2. darauf aufmerksam gemacht werden, welchen Unsinn Sie da verzapfen, ausweichen und nicht in der Lage sind, das zurückzunehmen,

3. weiterhin ganz bewusst Angst vor einer bestimmten Bevölkerungsgruppe schüren?

Und dann wundern Sie sich, wenn man dieses Muster „rassistisch“ nennt? Und dann sind Sie erstaunt, wenn man Ihnen nicht glaubt, wenn Sie sich zum Hüter von Frauenrechten aufspielen, wo sich die Neue Rechte vor der Flüchtlingsdebatte einen Dreck um Frauenrechte geschert hat?

Und nein, Herr Brand, ich möchte in der Bahn auch keinem axtschwingenden Flüchtling begegnen. Mir hat das Erlebnis mit baselballschwingenden Rechtsradikalen völlig gereicht, die im Sommer 1990 das Ravensburger Jugendhaus überfallen und Menschen ins Krankenhaus geprügelt haben. Ich möchte, dass das eine wie das andere mit der notwendigen staatlichen Gewalt verfolgt und bestraft wird.

Und ja, Herr Brand, ich spreche mit „einheimischen“ Menschen über ihre Sorgen und Ängste – tagtäglich in meinem Beruf. Und glauben Sie mir, es ist nicht besonders schwer, zwischen wirklichen Ängsten, Eigeninteressen und Alltagsrassismus zu unterscheiden. Entscheiden Sie selbst, wo Sie stehen.

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Erstellt:
14. Januar 2017, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
14. Januar 2017, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Januar 2017, 01:00 Uhr

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