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Hagelflieger stieg auf

Unwetter: Flugzeug und Feuerwehr im Einsatz

Wegen der heftigen Unwetterwarnung am Sonntag ist der für Reutlingen zuständige Hagelflieger in Donaueschingen aufgestiegen. Ein Einsatz, der sich für den „Verein zur Hagelabwehr“ auszahlt.

10.08.2015

Reutlingen.Es sei eine ideale Situation gewesen, sie habe die Hagelwolken direkt überm Stadtgebiet impfen können, sagt Hagelflieger-Pilotin Juli Zimmermann, die von Donaueschingen aus zum Einsatz gestartet war. Ob es ihr zu verdanken ist, dass es am Sonntag in Reutlingen nicht gehagelt hat, das ist nicht nachzuweisen. Aus einer Bewertung hält sich Gabriele Gaiser, die Vorsitzende des „Vereins zur Hagelabwehr für den Landkreis Reutlingen“, raus. Es war der dritte Einsatz des Fliegers.

Was Gaiser auf jeden Fall aber sagen kann: „Viele Menschen haben registriert, dass der Hagelflieger in der Luft war, und schickten per SMS oder im Internet Rückmeldungen an uns. Viele waren beruhigt, dass dieses Flugzeug im Einsatz war“, sagt Gaiser, die Stadtverbandsvorsitzende und Stadträtin der CDU.

Mehr noch: Gestern sind gleich sechs Mitgliedsanträge bei ihrem Verein eingetroffen. „Das ist sehr erfreulich, denn wir brauchen jede Unterstützung“, sagt sie. Mittlerweile zählt ihr Verein knapp 700 Mitglieder. Der Kreistag hatte im Mai mit knapper Mehrheit 30 000 Euro an Zuschüssen abgelehnt (wir berichteten). Deshalb können nur die Monate Juli und August mit dem Flieger abgedeckt werden.

Am Boden war die Reutlinger Feuerwehr am Sonntag nach dem Unwetter, das gegen 18 Uhr wütete, schwer gefordert. Den Auftakt machte im Stadtgebiet ein Blitzeinschlag, der den Aufzug in einem Hochhaus außer Betrieb setzte. Fast parallel dazu gingen automatische Meldungen durch Brandmelder ein – durchweg Fehlalarme. Nur in der Storlachstraße hatte ein Blitz in einen Baum eingeschlagen und dort für einen Einsatz der Feuerwehr gesorgt. Verletzt wurde dabei niemand.

Sehr viel Glück hatten die Bewohner im Karl-Rais-Weg: Dort hatte der Blitz in den Schornstein eines Einfamilienhauses eingeschlagen, Teile des Kamins und dessen Verwahrung drohten abzustürzen und mussten durch die Feuerwehr abgetragen werden. Zudem hatte der Blitz den Dachfirst des Einfamilienhauses teilweise beschädigt. Die komplette Hauselektrik sowie die Elektrik des Nachbarhauses waren lahmgelegt. Dabei hätte der Dachstuhl durch den Blitz leicht in Brand geraten können.

Wegen der vielen eingehenden Anrufe aus Stadt und Landkreis musste die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst kurzfristig mit Disponenten nachbesetzt werden. In der Leitstelle gingen zusätzlich zum Alarm aus der Stadt noch weitere 36 Einsatzmeldungen aus dem Kreis ein. Schwerpunkt war die Gegend um Trochtelfingen. Die Einsätze waren jedoch häufig schnell abzuarbeiten: Es handelte sich meist um eingetretenes Wasser in Gebäuden. Niemand wurde bei dem Unwetter verletzt.dem

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10.08.2015, 12:00 Uhr

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