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Die Tiere und der Zirkus

Uralte Vorbehalte

Post für jene Leserbriefschreiber, die in den vergangenen Tagen gegen angebliche Tierquälerei beim kürzlich in Tübingen gastierenden Zirkus Charles Knie protestierten.

30.08.2010

Ebenso wie Frau Kurz (und vermutlich im Gegensatz zu Frau Greth, Herrn Sinn und Frau Schrade) habe ich die Vorstellung des Zirkus Knie angesehen und sie hat mir gefallen.

Sicher ist das Leben eines Zirkustieres kein Zuckerschlecken und mit ganz erheblichem Stress verbunden. Ob dieser Stress größer ist als der eines wild lebenden, von Fressfeinden und Nahrungsmangel bedrohten Tieres ist, weiß ich nicht.

Dass es der Achtung vor Tieren abträglich ist, wenn Kinder erleben, dass diese immens lernfähig sind und dass ein erstaunliches Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier möglich ist, glaube ich nicht. Dass es Millionen von Tieren in Deutschland, sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Heimtierhaltung, weit schlechter geht als den Tieren des Zirkus Knie, bin ich mir sicher.

Wenn ich die immer wiederkehrenden Attacken gegen die angebliche Tierquälerei im Zirkus lese, dann frage ich mich, ob sich unter dem Aushängeschild der Tierrechte nicht uralte und tief verwurzelte Vorbehalte gegen „fahrendes Volk“ ein Ventil suchen.

Manfred Klisch,Tübingen

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30.08.2010, 12:00 Uhr

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