Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Ofterdingen

Ursache des Fabrik-Großbrands noch unklar

Noch ist nicht geklärt, wie es zu dem Großbrand in der Ofterdinger Stielfabrik Schmid kam. Die Besitzer wollen die Traditionsfirma aber auf jeden Fall wieder aufbauen.

21.09.2010
  • Ernst Bauer

Ofterdingen. Die Kripo ist noch vor Ort. „Es wird noch einige Tage dauern“, sagte gestern Polizeisprecher Ewald Raidt, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. „Es ist ja ein riesiges Gelände, das man akkurat untersuchen muss.“ Fest steht bisher nur, dass das Feuer am Donnerstag kurz vor Mitternacht in der Produktionshalle ausgebrochen war – „da, wo die Sägeeinheiten stehen“. Man habe sich, so Raidt, inzwischen zwar „an die Brandquelle herangearbeitet, aber was letztlich die Ursache war, das können wir noch nicht sagen“. Nur soviel: Für vorsätzliche Brandstiftung gebe es keinerlei Anhaltspunkte.

Neben den Kripoleuten, die gestern ihre intensiven Untersuchungen an der Brandstelle fortführten und dabei noch einen Brandsachverständigen hinzuzogen, nahmen auch rund 15 Leute diverser Versicherungsgesellschaften das niedergebrannte Firmenareal der Wilhelm Schmid Stielfabrik & Sägewerk Ofterdingen GmbH unter die Lupe.

Die 60 Beschäftigten haben gewissermaßen nun Zwangsurlaub, wie Verkaufschef Thorsten Grathwohl bestätigte. Das Firmengelände sei ja „noch nicht mal freigegeben – das ist unser Problem“. Erst wenn die Ermittlungen nach der Brandursache abgeschlossen seien, könne man aufräumen, die Gebäude abtragen, das müsse eine Profifirma machen. Sicher sei jedoch: „Wir wollen wieder aufbauen.“ Es soll weitergehen mit der Fabrikation von Holzstielen aller Art, mit denen die Ofterdinger Stielfabrik Hersteller in ganz Europa beliefert.

Keine Maschine mehr, die funktioniert

Momentan ist an eine Produktion indes nicht zu denken. Grathwohl: „Es ist ja nix da, was man fertigen kann. Es steht keine Maschine, die funktioniert – alles verbrannt, vernichtet, kaputt!“ Selbst im Büro könne man nur auf Sparflamme arbeiten. Und mit Verlängerungskabel, nachdem gleich als das Feuer ausgebrochen war, der Strom ausfiel. Der Verkaufschef ist „froh, dass das Telefon einigermaßen funktioniert“.

Ursache des Fabrik-Großbrands noch unklar
Auf einer Fläche von 6000 Quadratmetern wütete in der Nacht zum Freitag das Feuer in der Ofterdinger Stielfabrik und Sägerei Schmid. Es war in der Produktionshalle ausgebrochen (Mitte). Die Holzlager ringsum (siehe oben und links) blieben wie durch eine Wunder verschont – auch dank des Einsatzes von 170 Feuerwehrleuten aus dem ganzen Steinlachtal und Tübingen, die den Großbrand über zwölf Stunden lang von allen Seiten bekämpften. Bild: Grohe


Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball