Karlsruhe

Urteil: Im Prozess um sexuelle Gewalt am Staatstheater

Wurde eine Premierenfeier zum Ort sexueller Gewalt am Badischen Staatstheater Karlsruhe? Vor dem Amtsgericht Karlsruhe geht nun der Prozess gegen einen Sänger zu Ende.

23.02.2021

Von dpa/lsw

Eine Abschrift eines Haftbefehls liegt mit einem Strafrecht - Buch auf dem Tisch. Foto: Tom Weller/dpa/Illustration

Karlsruhe. Im Prozess um Vergewaltigung und sexuelle Belästigung am Badischen Staatstheater Karlsruhe wird heute das Urteil gegen einen Mitarbeiter des Theaters erwartet. Der 56 Jahre alte Angeklagte, Sänger im Opernchor des Hauses, steht vor dem Amtsgericht Karlsruhe, weil er einen Statisten vergewaltigt und einen weiteren unsittlich berührt haben soll. Der Staatsanwaltschaft zufolge ereigneten sich die Taten während einer Premierenfeier Ende Januar 2019.

Während der ersten beiden Prozesstage hatte der Angeklagte die Taten bestritten. Zugleich sprachen er und auch das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer von erheblichen Erinnerungslücken. Beide waren eigenen Aussagen zufolge fast bis zur Bewusstlosigkeit betrunken. Das zweite mutmaßliche Opfer schilderte hingegen präzise unangemessene Berührungen, die er an dem fraglichen Abend über sich habe ergehen lassen müssen.

Die Straferwartung in dem Fall liegt laut Gericht nach bisherigem Stand bei höchstens vier Jahren. Deshalb seien die Taten vor dem Amtsgericht und nicht vor dem Landgericht angeklagt worden. (Az.: 1 Ls 330 Js 7575/19)

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Erstellt:
23. Februar 2021, 07:23 Uhr
Aktualisiert:
23. Februar 2021, 07:23 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Februar 2021, 07:23 Uhr

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