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BGH-Urteil

Urteil ist ein Weckruf

Das Urteil ist eine Erleichterung für Eltern. Sie werden zumindest finanziell aus der Verantwortung entlassen, wenn das Kind sich teure Extras zu seinem Computerspiel über eine Hotline kauft.

07.04.2017
  • CAROLINE STRANG

Denn der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Inhaber des Telefonanschlusses, also die Eltern, ausdrücklich zustimmen müssen, bevor damit eine Art Vertrag zustande kommt.

Ein gutes Urteil. Denn gerade die kostenlosen Computerspiele sind wahre Rattenfänger. Und Kinder allzu naive und willige Opfer. Es fängt ganz harmlos an, Geld muss man am Anfang nicht bezahlen. Um aber wirklich weiterzukommen in den virtuellen Welten, braucht man Extras. Die können richtig ins Geld gehen.

Ganz aus der Verantwortung entlassen sind Eltern durch das Urteil allerdings nicht. Es sollte schon auffallen, wenn ein 13-jähriges Kind 21 mal bei einer Hotline anruft wie im vorliegenden Fall. Eltern sollten auch wissen, was das Kind spielt und mit ihm über solche Lockangebote reden. Werden Mädchen und Jungen so erzogen, dass sie mit ihren Eltern diese Dinge besprechen, schauen viele Abzocker in die Röhre.

Das Urteil sollte Eltern wachrütteln, wachsamer zu sein und ihre Kinder mehr aufzuklären und die Sorglosigkeit im Umgang mit Computer und Internet nicht weiter fördern. Ein Freifahrtschein ist es also nicht, eher ein Weckruf.

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07.04.2017, 06:00 Uhr

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