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V wie Vendetta

Großes Kinderkino mit viel Sprengmaterial und wenig Sprengkraft.

Großes Kinderkino mit viel Sprengmaterial und wenig Sprengkraft.

V FOR VENDETTA
GB

Regie: James McTeigue
Mit: Natalie Portman, Hugo Weaving, Stephen Rea, John Hurt, Stephen Fry

- ab 16 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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24.11.2015
  • ust

Berlin-Neukölln gilt als noch eine Nummer härter als Kreuzberg. Für den 15-jährigen Michael ist es der Ort, wo er von einem Tag auf den andern für sich selbst einstehen muss. Noch auf dem Schulhof schlägt eine Gang dem Neuen aus dem gutbürgerlichen Zehlendorf die Nase blutig. Ein beinahe harmloser Zwischenfall im Vergleich zu dem, was Michael noch bevorsteht.

Ihm ist sofort klar, dass weder sein Klassenlehrer noch seine Mutter ihm aus dieser Situation heraushelfen werden. Nun versinkt der eher jünger wirkende Junge nicht etwa in Selbstmitleid und Passivität – er handelt von nun an für sich selbst. Michael (wunderbar souverän: David Kross) fällt dem Dealer Hamal (Erhan Emre) auf, der sich als italienischer Dandy stylt.

Hamal ist eine der elegantesten Erscheinungen im Viertel, wo sich triste Billigläden, dubioser Trödel und Wettbüros aneinander reihen. Dass Michael so harmlos wirkt, macht ihn zum idealen Drogenkurier. Und natürlich achtet Hamal auch darauf, dass Erols Gang dem Jungen nicht mehr zu nahe tritt. Als Hamal Michael nicht nur Dope, sondern eine wertvolle Kokainlieferung anvertraut, kommt es zu einem folgenreichen Zwischenfall.

Doch „Knallhart“ erzählt nicht etwa die x-te typische Getto-Geschichte. Der Film lenkt den Blick auf die Ränder einer Gesellschaft, die ganze Stadtteile tendenziell sich selbst überlässt. Und zwar nicht im fernen New York, sondern mitten in Berlin. Wie schnell dabei gerade Kinder, die auf keinerlei Rückhalt zählen können, das (Gewalt-)Recht des Stärkeren zu spüren bekommen, erzeugt ein Gefühl der Ausweglosigkeit, das den Film prägt. Seine verwaschenen Farben rücken einem die Straßenzüge fern, als sähe man sie in einem bizarren Traum. Michael aber hat keine Zeit, innezuhalten, und erst recht nicht dazu, einfach Kind zu sein (ab 12). dhe

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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01.10.2006

12:00 Uhr

Charlie Driggs schrieb:

Wunderbarer Trash



14.04.2006

12:00 Uhr

Pleiades schrieb:

Wie die Kritikerin zu dieser Meinung kommt, ist mir schleierhaft. Für mich ist Vendetta eine perfekte Synthese aus politischem Thriller und Action.
Wenn Frau Steuernagel schon mit Vergleichen wie "Pilcher" kommt, sollte sie vlt besser auch beim Bewerten SOLCHER Filme bleiben und sich nicht an Hollywood versuchen.



14.04.2006

12:00 Uhr

Abaddon schrieb:

Ein grandioser Film, der es schafft Action und Niveau zu vereinen. Ein Film, der für mehr steht, als ein neumodischer Zorro, sondern eben für eine Idee. Eine Idee, die auch heutzutage nichts von ihrer Brisanz verloren hat.
Schade, dass von vielen dieser Anspruch nicht erkannt wird und der Film leider eine Kritik unter seinem Wert erhält.
Die Maske des Protagonisten (den man dadurch nie sieht, was recht ungewöhnlich ist) hat nicht die pimäre Absicht irgendwelche Emotionen zu verbergen und steht damit im krassen Gegensatz zu dem Brett vor dem Kopf, den diverse Kritiker haben und ihren Intellekt nach außen hin gekonnt verbergen.



02.04.2006

12:00 Uhr

Boris Dollinger schrieb:

Ist es eigentlich schon jemandem aufgefallen dass Frau Steuernagel eden nichtfranzösischen oder zumindest nicht ins europäische Kunstfilmklischee fallenden Film verreißt? Oft leider wie auch hier zu unrecht. Basierend auf Alan Moores 80er Jahre Kultcomic gelingt McTeigue nach einem Drehbuch der Wachowskis(die nach den peinlichen Matrix-Nachklapps wieder zu alter Größe gefunden haben)eine jener seltenen Synthesen zwischen Action und Anspruch die es tatsächlich schafft den Geist der Comics(zum Ärger Moores doch aber der historischen Realität etwas angepasster)recht getreu auf die Leinwand zu retten. Ein großartiger Cast um den ohnehin in letzter Zeit zu raren Stephen Fry,den in jüngster Vergangenheit stark unter Wert verkauftem Stephen Rea, Natalie Portman und dem,im Film kein einziges Mal unmaskiert zu sehenden,Hugo Weaving tut das Übrige um V for Vendetta zu einem der Highlights des Jahres zu machen. Wenn er jetzt nur noch aus Frankreich käme...



30.03.2006

12:00 Uhr

Shevad schrieb:

V wie Vendetta: Zerriss und Lob ... wem soll man glauben? Zuallererst nicht der Kritik auf dieser Seite und den Kinozuschauern, die vielleicht nicht mit ganzer Seele diesen wirklich großen Film miterlebt haben. Seit Jahren der mitreißendste und fintenreichste Film auf Blockbuster-Niveau, intelligent und verstrickt, visuell beeindruckend und mit atemberaubendem Ende ... an diesem Film führt kein Weg vorbei.



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