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VW versucht Comeback in den USA
VW hat große Pläne für die Zukunft in den USA. Foto: dpa
Zukunft

VW versucht Comeback in den USA

Die Automarke macht sich Hoffnung auf mehr Verkäufe. Erreichen will sie das durch eine SUV-Offensive.

10.01.2017
  • DPA

Detroit. Ein Gitarrist spielt Blues, an einer Leinwand strahlt ein Bild von der Skyline Detroits und auf der Bühne steht ein extra für die USA gebauter Geländewagen. VW will Amerikas „Liebe“ wieder entfachen, sagt Markenchef Herbert Diess. Diese hat nach dem „Dieselgate“ schweren Schaden genommen. Kurz vor Beginn der Automesse in Detroit will der Autobauer eine Botschaft vermitteln: VW hat verstanden.

Nach einem Einbruch im US-Geschäft wähnt sich die Marke auf dem Weg der Besserung. Die Verkäufe auf dem wichtigen US-Markt haben angezogen – trotz des Verkaufsstopps für Dieselfahrzeuge, der nach den Manipulationen verhängt wurde.

Europas größter Autobauer, der in den USA vor allem im Vergleich mit den hier starken asiatischen Autobauern nur ein kleines Licht ist, will in den Staaten ein Comeback einläuten. Innerhalb der nächsten zehn Jahre wolle VW ein „wichtiger und profitabler Volumenhersteller“ in den USA werden, kündigt Diess an. Das ist zwar ein großes Ziel, aber der Zeitraum ist auch sehr lang.

Die USA waren für VW auch vor Dieselgate ein schwieriges Pflaster. Schon damals waren die Zahlen rot. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte das US-Geschäft einmal als „Katastrophenveranstaltung“ bezeichnet. Im vergangenen Jahr verkaufte die Marke in den USA im Jahresvergleich 7,6 Prozent weniger Autos. Branchenexperten halten es aber zumindest für möglich, dass VW den Abgasskandal in den USA abschütteln kann: „Die Leute haben ein kurzes Gedächtnis“, sagt Sandy Schwartz vom Marktforschungsunternehmen Cox Automotive mit Blick auf die Dieselkrise.

Erreichen will VW dies mit für die USA maßgeschneiderten Modellen wie mit einer Variante des Tiguan, der für den US-Markt ein wenig länger ist als für Europa. Vor allem mit einer Offensive im SUV-Segment soll die Wende in den USA erreicht werden. Die Zukunft des Diesel in den USA dagegen ist noch offen. „Dieselgate“ ist für VW noch lange nicht ausgestanden. dpa

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10.01.2017, 06:00 Uhr

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