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Väter wollen mehr Zeit für die Familie
Familienministerin Manuela Schwesig. Foto: Foto
Studie

Väter wollen mehr Zeit für die Familie

Teilzeit und Babypause bremsen noch immer die Karriere aus. Viele Unternehmen sind unflexibel.

25.01.2017
  • NADINE RAU

Berlin. „Den Vätern reicht der Gute-Nacht-Kuss nicht mehr“, hat Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag das Ergebnis einer von ihrem Ministerium geförderten Studie auf den Punkt gebracht. Das Wissenschaftszentrum für Sozialforschung (WZB) kam dabei zu dem Schluss, dass die Betriebe maßgeblich dafür verantwortlich sind, ob und wie sich Paare mit kleinen Kindern ihre Aufgaben im Beruf und zu Hause aufteilen.

Trotz Verbesserungen im Hinblick auf die Rollenbilder in den vergangenen Jahren sind es noch immer die Mütter, die den Großteil der Familien- und Hausarbeit übernehmen. Doch immer mehr Väter wollen ihre Familie öfter bei sich haben: „Fast jeder zweite Vater und jede dritte Mutter wünscht sich eine egalitäre Aufteilung von beruflichen und familiären Aufgaben“, sagt WZB-Präsidentin Jutta Allmendinger.

Für die Erhebung wurden knapp 900 Paare mit Kindern unter 13 Jahren befragt, repräsentativ sind die Ergebnisse für Paare, bei denen mindestens einer beschäftigt ist.

„Es muss Schluss damit sein, dass Familien immer arbeitsfreundlicher werden, vielmehr müssen Wirtschaft und Politik die Väter in den Fokus rücken“, so Schwesig. Dies würde den Unternehmen auch betriebswirtschaftlich zu Gute kommen, da zufriedene Mitarbeiter stärker mit ihrem Arbeitgeber verbunden sind.

Momentan arbeiten rund 20 Prozent der Eltern in Betrieben, die die partnerschaftliche Vereinbarkeit ermöglichen und darüber hinaus Männern und Frauen gleichermaßen die Chance geben, Karriere zu machen – auch nach einer Auszeit für die Familie. Solche Betriebe sind in allen Branchen zu finden, sogar verstärkt in denen, die auf flexible Mitarbeiter, wie zum Beispiel Monteure, angewiesen sind.

Alarmiert ist die SPD-Politikerin wegen der restlichen 80 Prozent der Unternehmen. Die Politik habe mit dem Ausbau der Kinderbetreuung und dem Elterngeld Plus Schritte in die richtige Richtung gemacht, sagt Schwesig. „Das sind keine Weihnachtswünsche, mit denen wir es hier zu tun haben. Die Wirtschaft muss dringend nachziehen.“ Nadine Rau

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25.01.2017, 06:00 Uhr

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