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Vater tötet zwei Kinder und sich selbst
Nächtlicher Einsatz für die Spurensicherung in Driburg. Foto: dpa
Familiendrama nach Ehestreit

Vater tötet zwei Kinder und sich selbst

Nachbarn alarmieren die Polizei, als ein Ehepaar in Bad Driburg sich anschreit. Der Mann verbarrikadiert sich in der Wohnung und ersticht Tochter und Sohn.

28.04.2017
  • DPA

Bad Driburg. Ein BMX-Rad, ein Tretroller und ein Kindermotorrad lehnen an der Hauswand des Mehrfamilienhauses in Bad Driburg. Zwei Grablichter auf der Treppenstufe vor der Haustür, dazwischen ein Strauß leuchtend-gelber Blumen. Die Fensterläden im Hochparterre sind herabgelassen. In der Wohnung hat ein Vater in der Nacht zum Donnerstag zwei seiner Kinder erstochen und sich dann selbst getötet.

„Ich bin fertig mit der Welt“, sagt die 36-jährige Nachbarin. „Ich hab ja auch einen Sohn, der manchmal mit dem Älteren draußen gespielt hat.“

„Erweiterter Suizid“ nennt die Polizei das, was in der Nacht vorgefallen ist. Sie haben den 33-jährigen Mann, seine fünfjährige Tochter und den achtjährigen Sohn mit tödlichen Stichverletzungen in der Wohnung gefunden. Die Tür hatte ihnen die dreijährige Tochter von innen geöffnet.

Anwohner rufen die Polizei

Am späten Mittwochabend waren Anwohner von einem lautstarken Ehestreit aufgeschreckt worden. Die 28 Jahre alte Ehefrau war aus der Wohnung auf den Hof geflohen. Die Nachbarin berichtet von lang anhaltendem Geschrei, erst im Treppenhaus, später im Hof des Hauses aus rotem Backstein. Anwohner verständigten die Polizei.

Als die Polizei am Haus eintraf, habe sich der Vater mit den drei Kindern in die Wohnung zurückgezogen, sagte ein Sprecher der Bielefelder Polizei. Er habe weder auf Klopfen noch auf Anrufe reagiert. „Die Kontaktversuche scheiterten.“ Schließlich öffnete die Dreijährige die Wohnungstür.

Am frühen Morgen werden drei Leichen aus dem Haus getragen. Ein Krankenwagen bringt die Mutter und ihre Tochter in eine Klinik. Ob die beiden verletzt worden sind, sagt die Polizei nicht.

Als es hell wird, deuten vor dem Haus nur die beiden Grablichter und die Blumen auf das Geschehen der Nacht hin. Die meisten Menschen, die auf dem Weg in die angrenzende Innenstadt vorbeilaufen, haben noch nichts mitbekommen von dem blutigen Ereignis in ihrem sonst so beschaulichen Ort nahe der Grenze zu Niedersachsen.

Florentine Dame, dpa

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28.04.2017, 06:00 Uhr

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