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Schlägerei am Bahnhof

Vater und Tochter in Mössingen von jungen Männern verletzt

Ein Vater und seine 12-jährige Tochter, beide aus Syrien, wurden am Sonntag von jungen Männern verprügelt.

04.10.2016
  • eik

Zu einer brutalen Schlägerei kam es am vergangenen Sonntagmorgen gegen 9.45 Uhr auf dem Gelände des Mössinger Bahnhofs, in deren Folge ein 42-jähriger Familienvater aus Syrien und seine 12-jährige Tochter im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Zuvor waren nach Angaben der Polizei-Pressestelle vier bislang unbekannte Angreifer auf die beiden Flüchtlinge losgegangen und hatten, unter anderem mit einem abgerissenen Ast, vor allem auf den Vater eingeschlagen. Unmittelbar nach der Attacke, so die Polizei, flüchteten die jungen Männer und werden seitdem gesucht. Der Vater und seine Tochter wurden durch den Angriff so schwer verletzt, dass beide vom Rettungsdienst zur stationären Behandlung in eine Tübinger Klinik gebracht wurden.

Als Hintergrund der Gewalttat nennt die Polizei, ersten Ermittlungen zufolge, nicht näher präzisierte Streitigkeiten unter Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft am Pausa-Gelände in Mössingen, dem so genannten „Mehl-Gebäude“. Diese Konflikte sollen schon geraume Zeit andauern.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen der Tat. Drei der vier Männer, von denen die beiden Verletzten angegriffen wurden, sollen etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß, dunkel gekleidet und dunkelhaarig gewesen sein. Sie werden als „arabisch aussehend“ beschrieben. Der Vierte wird als etwa 1,85 Meter groß und schlank beschrieben. Er war ebenfalls dunkelhaarig und trug einen roten Pullover oder ein rotes T-Shirt. Der Polizeiposten Mössingen geht den Hinweisen nach und bittet Zeugen des Vorfalls, sich unter der Telefonnummer 07473 / 95210 zu melden.

„Die Konflikte sind vielschichtiger Natur“ – präziser kann auch Michael Mautner, Sprecher des Mössinger Freundeskreises Asyl, zur Frage des Streits in der Mössinger Asylunterkunft nicht werden: „Ein plötzliches Ereignis war es sicherlich nicht.“ Mautner betont zudem, dass es eine „Angelegenheit rein unter Geflüchteten“ ist. Der Asyl-Aktive glaubt, dass die Stresssituation, in der sich die Flüchtlinge in dem Groß-Gebäude auf engem Raum befinden, zu Konflikten beiträgt. Viele von ihnen seien traumatisiert und hätten Gewalt-Erfahrungen hinter sich. Für die Sicherheit in der Unterkunft sei der Landkreis zuständig, doch auch der Freundeskreis Asyl werde sich um die betroffenen Familien kümmern.

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04.10.2016, 15:00 Uhr

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