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S-Bahn für Nachtschwärmer

Verbindung Herrenberg - Tübingen noch ungeklärt

Der neue Bus- und Zugfahrplan für 2013 tritt schon am 9. Dezember in Kraft. Er bringt auch Neuerungen für den Nahverkehr im Kreis Tübingen mit sich. Nicht alle gefallen den Tübinger Kreistagsmitgliedern.

15.11.2012
  • Renate Angstmann-Koch

Kreis Tübingen. An Werktagen soll ein zusätzliches Regionalbahn-Fahrtenpaar zwischen Tübingen (Abfahrt 14.45 Uhr) und Reutlingen (Abfahrt 14.57 Uhr) geben. In Kirchentellinsfurt halten Züge in Richtung Reutlingen künftig auch um 16.08 Uhr und 21.42 Uhr. Dagegen gab es in der Sitzung des Verwaltungs- und Technischen Ausschusses des Kreistags am Mittwoch keine Einwände.

Erfreulich dürfte für die Region auch sein, dass im Stuttgarter S-Bahn-Netz von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen vermehrt Nachtzüge fahren. In Herrenberg kommen dann um 2.38 Uhr, 3.38 Uhr und 4.38 Uhr S-Bahnen an. Zusätzliche Abfahrtszeiten sind um 1.47 Uhr, 2.47 Uhr und 3.47 Uhr.

Wie Rückkehrer und Nachtschwärmer von Herrenberg weiter nach Tübingen oder in umgekehrte Richtung gelangen sollen, ist noch unklar. Geht es nach der Kreisverwaltung, wird ein Bus eingesetzt. Dafür rechnet sie mit Zusatzkosten von 30.000 Euro. Die Grünen fänden eine Bahnanbindung wesentlich attraktiver. Dafür könne man auch Mehrkosten von 25.000 Euro in Kauf nehmen, sagte Gerd Hickmann.

Anmelde-Sammeltaxi stößt auf Skepsis

Vor allem der Lärm spreche gegen nächtliche Fahrten der Ammertalbahn, wandten Landrat Joachim Walter und der Erste Landesbeamte Hans-Erich Messner ein. Das bekräftigte Gerd Weimer (SPD): Um die Akzeptanz der Ammertalbahn zu erhöhen, habe man den Anwohnern immer versichert, dass nachts um drei oder vier keine Züge verkehrten. Auch Manfred Hofelich (FWV) erinnerte daran, dass „nicht unisono alle begeistern von der Reaktivierung der Ammertalbahn“ waren. Mit Bussen sei man überdies flexibler. Auch sie verursachen Lärm. Das bat Wolfgang Bleicher (Grüne) bei der weiteren Prüfung zu berücksichtigen.

Auch neue Verbindungen mit dem Anmelde-Sammeltaxi zwischen Kirchentellinsfurt und Reutlingen stießen bei den Grünen auf Bedenken. „Wir haben immer versucht, Parallel-Kapazitäten abzubauen, und hier baut man sie auf“, kritisierte Gerd Hickmann. Die neue Verbindung soll vor allem Gehbehinderten dienen, sagte Messner. Sie hätten oft Probleme, Gleis 2 in Kirchentellinsfurt zu erreichen, weil der Aufzug nicht immer funktioniert. Überdies übernehme die Gemeinde die Hälfte der Kosten, Reutlingen zahle ebenfalls. Der Kirchentellinsfurter Bürgermeister Bernhard Knauss führte an, dass eine „seit Jahren bestehende Buslinie“ eingestellt wurde: „Das sahen die Leute als subjektive Verschlechterung ihrer Situation.“ Der Ruftaxi-Verkehr, der zunächst für ein Jahr nur probehalber eingeführt werden soll, sei ein Kompromiss.

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15.11.2012, 12:00 Uhr

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