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Ein „mordsmäßiges“ Vergnügen

Vereinsgemeinschaft Tumlingen zeigt zum Jahresabschluss einen Krimi

Ganz schön schwarzen Humor will die Tumlinger Vereinsgemeinschaft zwischen den Jahren servieren. „Sing mir das Lied vom Tod“ lautet der Titel des Theaterstücks, das am 29. und 30. Dezember aufgeführt wird.

24.12.2012

Von Hans-Peter Zepf

Tumlingen. Die Tumlinger Theatermacher beherrschen Ironie und Sarkasmus meisterhaft. Tragen sie es doch mit größtem Humor, wenn dem Liederkranz „Harmonie? ein Vorstand nach dem anderen verlustig geht. Bei dem rasanten Schwund bei der „Harmonie? ist es ein Glück, dass sie Unterstützung haben durch den Sportverein und den Schützenverein „Edelweiß?. Zum zweiten Mal nach 2011 gestalten die Vereine die Jahresfeier gemeinsam, diesmal unter der Federführung des „Liederkranz?. Angesichts der gemischten Besetzung ? die Sportler geraten mit zunehmendem Spielverlauf aufgrund des Schwundes beim „Liederkranz? immer mehr in die Mehrheit ? ist die musikalische Qualität des Theaterchors unter Leitung von Peter Fröhlich als Dirigent Walter Jodel bemerkenswert. „Sing mir das Lied vom Tod? ist kein Italo-Western, sonst würde es „Spiel? heißen, sondern ein spannendes makaberes und insbesondere völlig unernstes Kriminalstück, das die Zustände im Tumlinger „Liederkranz? überaus lebensecht illustriert. Das ist umso erstaunlicher, als die Autoren Brigitte Wiese und Patrick Siebler die Tumlinger „Harmonie? überhaupt nicht kennen.

Wie es sich für ein echtes Kriminalstück gehört, gibt es den ungeschickten Kommissar Horst Tippert, gespielt von Martin Abberger nebst Assistent Siggi Freud (Gerd Johannsen). Die beiden werden unterstützt oder auch mehr behindert durch Dorfpolizist Elmar Darm (Uli Frey), der auch bei der „Harmonie? mitsingt. Dann gibt es noch den Dorfarzt Dr. Alfons Fisch (Markus Fischer), der ebenfalls mitsingt, vor allem aber jede Menge Totenscheine ausstellt, und den Ausschuss der „Harmonie?, der für das Theater neu aufgestellt wurde: Vorstände sind Hartmut Romann, Wolfgang Strauss und Helga Dengler ? nicht gleichzeitig, sondern hintereinander. Schriftführerin ist Verena Dengler und die Kasse liegt in den kompetenten Händen von Simone Frey. Nur Beisitzerin, obwohl sie nach Höherem strebt, aber für die Story ungemein wichtig, ist Sieglinde Seid.

Das Tumlinger Theater-Urgestein Karl Schillinger hat vor einem Jahr einen Regisseur gespielt und das hat ihm gut gefallen ? jetzt ist er wirklich einer. Souffleur, und deshalb beim Tumlinger Theater von außerordentlicher Wichtigkeit, ist Wolfgang Seid.

Wer sich angesichts der vielen Todesfälle mit Recht große Sorgen um das Schicksal der „Harmonie? macht, der eile am Samstag, 29. Dezember, 20 Uhr oder am 30. Dezember, 15 Uhr, wenn dann nicht schon alles zu spät ist, in die Tumlinger Gemeindehalle. Sofern sich dann herausstellt, dass der geliebte „Liederkranz? die haarsträubende Geschichte doch überraschend unbeschadet übersteht, geht es hinterher in der Piano-Bar nach alter Sitte noch vergnüglich zu. Bei entspannender Musik von Hartmut Romann am Klavier und Schlagzeuger Joachim Rothfuss können sich dort die strapazierten Nerven und Lachmuskeln am besten erholen. Sofern die beiden nicht ausgerechnet „Das Lied vom Tod? spielen.

Die Tumlinger Theatermacher aus „Liederkranz“, Sportverein und Schützenverein „Edelweiß“ mit der ersten Leiche. Bild: hpz

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Erstellt:
24. Dezember 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Dezember 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Dezember 2012, 12:00 Uhr

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