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Kommentar · DFB

Verheerender Auftritt

Der Rücktritt des DFB-Präsidenten war überfällig. Wolfgang Niersbach hatte es über Wochen versäumt, die massiven Vorwürfe, die im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland im Raum stehen, zu entkräften.

10.11.2015
  • ARMIN GRASMUCK

Schwarze Kasse, Schmiergeld, Bestechung und Bestechlichkeit - Niersbach tat einfach so, als habe er keine Ahnung von alledem, sein Verhalten in der Krise war verheerend.

Kein erhellendes Wort zu den 6,7 Millionen Euro, um die sich alles dreht. Keine Hinweise auf die Hintergründe. Er hatte offenbar auch kein schlechtes Gewissen, als ihn der Staatsanwalt zuletzt als potenziellen Steuerbetrüger bis in die Räume seines Privatanwesens verfolgte. Der tadellose Leumund und das Gespür für die Kraft des Augenblicks, das der erste Mann des weltgrößten Einzelsportverbands und Herr über rund sieben Millionen deutsche Fußballspieler unbedingt benötigt, waren Niersbach nachweislich abhanden gekommen.

Es wird spannend zu beobachten, welche persönlichen Konsequenzen der gescheiterte Präsident zu ziehen gedenkt. Als ausgewiesener Freund des Fußballs, langjähriger Spitzenfunktionär und mutmaßlicher Intimkenner der dubiosen Vorgänge rund um die WM 2006 ist er eigentlich prädestiniert, sich fortan ohne Angst um das Amt als aufrichtiger Aufklärer einzubringen. Im Sinne des reinen Fußballs ist Niersbach aufgefordert, endlich reinen Wein einzuschenken.


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