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Zu viele Steine-Laster

Verkehr in der Galgenbergstraße soll weniger werden

Jeden Tag fahren durchschnittlich sechs mit Steinen schwer beladene Lastwagen durch die Galgenbergstraße zum Natursteinpark Rongen. Die Anwohner beschwerten sich darüber. Die Stadtverwaltung will helfen.

14.11.2012
  • sabine lohr

Tübingen. Es ist eng auf der Galgenbergstraße: An den parkenden Autos vorbei fahren Bergfriedhof-Besucher und Gütlesbesitzer hinauf und hinunter, Eltern bringen ihre Kinder zur Französischen Schule, Anwohner suchen einen Parkplatz, und Lastwagen transportieren Steine ins Natursteinlager Rongen. Die Anwohner fühlen sich „gefährdet und belastet“. Außerdem befürchten sie einen „erheblichen Wertverlust“ ihrer Grundstücke und ihres Wohneigentums.

Die Stadtverwaltung, an die Anwohner eine „Petition“ geschickt haben, prüft nun, wie die Lage beruhigt werden kann. Zum Beispiel mit kostenpflichtigen Parkplätzen. Die Parkraumbewirtschaftung, sagte Stadtplaner Tim von Winning am Montag im Planungsausschuss, habe er ohnehin demnächst in die Gremien bringen wollen. Allerdings sei sie 2009 von Anliegern abgelehnt worden.

Wie groß die Belastung durch Lastwagen tatsächlich ist, soll in den nächsten Monaten geprüft werden. Eine erste Zählung habe ergeben, dass durchschnittlich sechs Lastwagen am Tag durch die Galgenbergstraße fahren (die Beschwerdeführer sprachen von bis zu 30). Zudem befahren 60 Busse am Tag die Straße.

Gemeinsam mit der Firma Rongen soll nun geprüft werden, ob und wie die Tonnage begrenzt werden kann und ob feste Tageszeiten für die Anlieferung vereinbart werden können. Außerdem könnte, so von Winning, die Geschwindigkeit häufiger überwacht und zudem durch Bäume oder elektronische Smilies begrenzt werden.

Verkehr in der Galgenbergstraße soll weniger werden
Steine des Anstoßes unterwegs in Lastern auf der Galgenbergstraße. Die Verwaltung sucht nach Lösungen. Bild: privat

„Die Firma Rongen ist auf Flächen, die nicht ganz ungeeignet sind“, sagte Stadtplaner Tim von Winning zu den fehlenden Genehmigungen der Firma. Bernd Gugel (Grüne) will die Firma nicht als „illegal“ verstanden wissen („Sie hat einen Mietvertrag“), zudem sei sie eine „Bereicherung“. Auch Gerlinde Strasdeit (Linke) nahm die Firma in Schutz: „Da läuft eine sehr unangenehme Stimmungsmache gegen Rongen“, sagte sie. „Wir schauen, wie wir es doch noch schaffen können, eine planungsrechtliche Genehmigung für Rongen zu bekommen“, versprach Baubürgermeister Cord Soehlke.

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14.11.2012, 12:00 Uhr

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