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Grünen-Politiker setzt sich für Verladung ein

Verkehrsminister Winfried Hermann informierte sich in Eutingen über einen möglichen

Verkehrsminister Winfried Hermann besuchte gestern Eutingen, um sich über einen möglichen Container-Terminal vor Ort zu informieren. Neben Bürgermeister Armin Jöchle nahmen Vertreter von Metrans, der Industrie- und Handelskammer und ein Spediteur an dem Treffen teil.

01.04.2015

Von Dunja Bernhard

Eutingen. Verkehrsminister Winfried Hermann reiste mit Vertretern des Verkehrsausschusses in den vergangenen Tagen zu verschiedenen Orten in Baden-Württemberg, um auszuloten „was man wo machen kann.? Die Verladung von Gütern von der Straße auf die Schiene sei eine wichtige Frage der Verkehrspolitik, sagte Hermann. „Ich bin sehr interessiert, an einem möglichen Terminal in Eutingen.? Bürgermeister Armin Jöchle habe von Anfang an den Kontakt zur Landesregierung gesucht.

Die Regierung ließ zwei Studien machen, die zu dem Ergebnis kamen, dass Eutingen ein günstiger Standort sei, sagte Hermann. Eutingen liegt südlich des Stauraums Stuttgart, so dass die Lastkraftwagen nicht durch den Ballungsraum fahren müssen. Sehr viele Unternehmen hätten an einem Terminal des Kombinierten Verkehrs (KV-Terminal) Interesse bekundet. „Auch aus dem Schwarzwald und dem Reutlinger Raum.? Das Potential von möglichen Nutzern sei für einen Terminal in Eutingen vorhanden, sagte der Minister.

Auch die Industrie- und Handelskammern unterstützten einen Container-Terminal in der Region. „Das ist die Voraussetzung, dass das Projekt funktioniert.? Die Deutsche Bahn AG sei zunächst ein Hindernis gewesen. Das bestätigte auch Holger Westphal, Prokurist bei Metrans Rail Deutschland. Mittlerweile sei man sich aber so weit einig, dass die Flächen für Metrans reserviert seien.

Die Studien hätten gezeigt, dass es nur wenige Flächen gebe, die in Frage kommen. Eutingen sei ein guter Standort, weil es sich um Bahnflächen handele, die weit vor dem Ort liegen. „Die Lärmbelastung der Bevölkerung ist gering.?

Das Land sei bereit, die Gemeinde bei der Kommunikation mit der Bevölkerung zu unterstützen, bot Hermann an. „Das Projekt darf auf keinen Fall gegen die Bevölkerung durch geführt werden.? Er sei jedoch überzeugt, dass Eutingen keinen Schaden nehme. Das Gebiet sei für Lastkraftwagen gut erschlossen. Die B 28 als Ortsumfahrung von Ergenzingen fungiere auch als Umfahrung von Eutingen. Außerdem stehe die Horber Hochbrücke bei der Verkehrsplanung weit vorne. „Wir werden helfen, die Probleme in günstiger Weise für alle Beteiligten zu lösen.?

Verladeterminals können vom Bund und vom Land gefördert werden. Da Eutingen am weitesten mit der Planung sei, gebe es keine Konkurrenten für die Fördermittel, sagte der Minister. „Die Entscheidung sollte jetzt nicht auf die lange Bank geschoben werden.?

Unüberwindbare Probleme seien bisher nicht aufgetaucht, sagte Bürgermeister Armin Jöchle. Offene Punkte, die in der Bürgerversammlung aufgetaucht seien, von der Toilette für LKW-Fahrer bis zu den Verkehrsabläufen, sollen noch geklärt werden. Auch einige Behördentermine stünden noch aus. Anschließend solle es nochmals eine Informationsveranstaltung geben. „Alle Kritiker werden wir jedoch nicht überzeugen können.?

Eine oft genannte Befürchtung der Einwohner ist ein weiterer Anstieg des LKW-Verkehrs durch Eutingen. Bei einem KV-Terminal handele es sich um steuerbare Logistikprozesse, sagte Hermann. Anfahrtswege könne man ausschildern und mit den Speditionen klären. „Als Bürgermeister würde ich die Ortsdurchfahrt so unattraktiv wie möglich machen.? Noch vor den Sommerferien soll eine Entscheidung im Gemeinderat fallen. Stimmt er dem KV-Terminal zu, sollen bis Ende des Jahres die Gutachten erstellt sein und der Bebauungsplan aufgestellt werden. Wenn alles günstig läuft, könnte schon 2016 mit dem Bau des Container-Terminals begonnen werden.

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Erstellt:
1. April 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
1. April 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. April 2015, 12:00 Uhr

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