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Bäume gefällt

Verkehrssicherung bei Gomaringen

Einem „Verkehrssicherungshieb“ mit Motorsäge, Spalthammer und Zangenknickschlepper im Wald an der L 384 zwischen Gomaringen und Ohmenhausen fielen kranke Eschen und Pappeln zu Opfer.

21.08.2015

Gomaringen.Auf der Landesstraße zwischen Gomaringen und Ohmenhausen liegt das Waldstück Ästländer. Dort wirkten die Woche über drei Forstleute, um der Verkehrssicherung Genüge zu tun. Revierförster Reinhold Gerster und die Forstunternehmer Walter Haug und Dino Hiepler kümmerten sich um die Beseitigung maroder Eschen, die für Autofahrer eine potentielle Gefahr bildeten.

Das „Falsche Weiße Stängelbecherchen“ trägt schuld. Ein Pilz, der immer vorhanden ist, aber seit ein paar Jahren, aggressiv mutiert, das so genannte Eschentriebsterben auslöst. Zuerst sterben die Bäume oben ab, dann setzt unten im Stamm schlagartig Fäule ein. Das ist gefährlich, würden die Bäume umstürzen, müsste der Eigentümer, die Gemeinde Gomaringen, haften. Auf beiden Seiten der Straße arbeitete das forstliche Trio, Haug und Hiepler mit Spalthammer und Motorsäge, der schnellfüßige Gerster war unterwegs, um die zwei mobilen Ampeln hinzurichten, wenn der Verkehr gestoppt werden musste. Wenn der Forstspezialschlepper, ein Knickschlepper mit Zange, zum Einsatz kam, der, mit Fernsteuerung bedient, am Stahlseil die Stämme aus dem Wäldchen zog. Dann schnappte sie Haug mit der Zange, um sie auf einen Haufen zu bugsieren. Sie wurden weg von der Straße gefällt, so dass nach wenigen Minuten die Fahrbahn wieder frei war.

Etwa ein Dutzend Pappeln von 40 Metern Höhe musste, innerlich verfault, auch gefällt werden. Alles in der verkehrsarmen Zeit, zudem nicht morgens und abends zu Berufsverkehrstoßzeiten, „kundenfreundlich, wie wir sind“. Gerster will ein Brennholz-Flächenlos ausschreiben. Natürlich, ein Kahlschlag sollte es nicht werden, „die gesunden Eschen und Pappeln und kleinere Bäume wie Hainbuchen bleiben stehen.“jon

Verkehrssicherung bei Gomaringen
Baumfällarbeiten entlang der L384 zwischen Gomaringen und Ohmenhausen, um dem zu erwartenden Eschensterben durch das „Falsche Weiße Stängelbecherchen“ vorzubeugen. Im Hintergrund Revierförster Reinhold Gerster. Bild: Franke

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21.08.2015, 12:00 Uhr

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