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Verliert der Sozialdemokrat unter Grün-Schwarz sein Amt?
Jörg Schmidt möchte Regierungspräsident bleiben

Verliert der Sozialdemokrat unter Grün-Schwarz sein Amt?

Ein nach Floskel klingender Satz kann bedeutend sein. So gestern beim Jahresempfang des Regierungspräsidiums Tübingen, als Regierungspräsident Jörg Schmidt (im Bild: erste Reihe mit rotem Schlips) sagte: „Ich übe mein Amt mit großer Freude aus.“ Denn das SPD-Mitglied muss unter einer grün-schwarzen Landesregierung um sein Amt fürchten.

08.04.2016
  • sg

Tübingen. Auf TAGBLATT-Nachfrage zeigte sich Schmidt gelassen: „Ich wusste, auf was ich mich einlasse.“ Der 55-Jährige ist seit 12. Oktober Regierungspräsident. „Der Ministerpräsident hat mich berufen“, er könne ihn auch wieder ersetzen. Doch würde der ehemalige Oberbürgermeister von Radolfzell gerne im Amt bleiben. Schmidt betonte seine Überparteilichkeit in der Verwaltungstätigkeit: „Ich bin Sozialdemokrat, aber kein sozialdemokratischer Regierungspräsident.“

Zu Schmidts erstem Jahresempfang waren mehr als 200 Gäste aus dem ganzen Regierungsbezirk gekommen – aus Politik, Wirtschaft und Kultur, von Behörden, Justiz, Hochschulen und Kirchen, Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr. In seiner Ansprache erinnerte der Regierungspräsident an seinen im September an Krebs gestorbenen Vorgänger Hermann Strampfer, den Weggang von Grit Puchan als Vize und den Anfang von deren Nachfolger Christian Schneider. Er beschrieb die Mehrarbeit durch die vielen Flüchtlinge ebenso wie den Alltag in den elf Abteilungen des Regierungspräsidiums. Schmidts Fazit: „Es war ein wechselvolles, schwieriges und trauriges Jahr.“

Den Festvortrag hielt der Rektor der Rottenburger Hochschule für Forstwirtschaft, Prof. Bastian Kaiser (im Bild links neben Schmidt). In seiner kurzweiligen Rede über die Waldwirtschaft setzte er dem „romantisch verklärten Waldbild der Deutschen“ ein realistisches entgegen. Jeder nutze im Alltag vielfältige Produkte aus Holz. Dazu müssten nun einmal Bäume gefällt werden. Ohnehin seien wir von Kulturwäldern umgeben. Selbst die Rückkehr zur Natur brauche die Hilfe von Förstern. / Bild: Sommer

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08.04.2016, 01:00 Uhr

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