Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Die Abizeitung des Reutlinger Isolde-Kurz-Gymnasiums

Vermisse Mitgefühl

Die Abizeitung des Reutlinger Isolde-Kurz-Gymnasiums ist ein Fall für die Polizei (9. Juli).

20.07.2012

Dieses Jahr habe ich am Isolde-Kurz-Gymnasium mein Abitur absolviert. Wie immer gab es auch dieses Jahr eine Abizeitung, in der die Schüler vorgestellt werden. Beim Lesen der maßgeblichen Rubrik „Jeder über Jeden“, die die Möglichkeit bietet (anonym!) Mitschüler zu charakterisieren, war ich so schockiert, dass ich mich öffentlich von dieser Art und Weise Mitschüler zu beurteilen, distanzieren möchte.

Ich lese Beurteilungen wie „dicker Po“, „hässlich“ und Ähnliches . . . Leider haben verschiedene Persönlichkeiten, die in der Lage gewesen wären, die Zeitung zu zensieren (Abizeitungs-AK und Schulleitung), trotz Hinweisen vor dem Druck, nichts unternommen. Nicht reagiert – es nicht für nötig gehalten, Menschen vor übelster Diskriminierung zu schützen. Ich vermisse hier Mitgefühl, Respekt und Verantwortung gegenüber Mitmenschen. Erschüttert bin ich über die Haltung des Direktors, der viel über Toleranz und Respekt redet, aber keine Taten folgen lässt, wenn es drauf ankommt – wenn es gilt, Menschen zu beschützen. Auch die Einstellung der Redaktion, die für den Inhalt der Zeitung verantwortlich ist, ob sie nun will oder nicht, ist für mich komplett unverständlich. Man muss sich fragen, ob in dieser Schulausbildung ethische Erziehung gefehlt hat?

Anja Wolf, Reutlingen

Zum Artikel

Erstellt:
20. Juli 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Juli 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2012, 12:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Aus diesem Ressort