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Feuer in Dußlinger Mülldeponie

Verpuffung soll Brand in der Verwertungsanlage ausgelöst haben

Am Dienstagmittag ist in einer Halle im Entsorgungszentrum des Zweckverbands Abfallverwertung in Dußlingen ein Brand ausgebrochen. Über 60 Feuerwehrleute aus Dußlingen, Tübingen und Nehren hatten die Flammen schnell im Griff.

30.09.2014
  • Moritz Siebert

Dußlingen. Die Rauchwolken waren von Weitem zu sehen: Gegen 13.20 Uhr brach in einer Halle der Dußlinger Müllverwertungsanlage im Steinig ein Feuer aus. Verletzt wurde niemand, und Vergiftungsgefahr bestand auch keine. Der Betrieb der restlichen Anlage und die Anlieferung von Müll waren keine Stunde später schon wieder möglich.

Die Ursache für den Brand ist nicht klar. In der am westlichsten gelegenen Halle der Deponie sollte Restmüll mit einem Bagger auf ein Fahrzeug verladen werden, erklärt Thomas Leichtle, Geschäftsführer des Zweckverbands Abfallverwertung. Dann sei es im Müllberg zu einer Verpuffung gekommen. Die Ursache für die Verpuffung ist nicht bekannt. „Grundsätzlich ist alles denkbar“, sagt Leichtle.

Im Restmüll sei schließlich alles Mögliche mit drin. Dass aber plötzlich ein Feuer ausbricht, das sei ein extremer Zufall. Zumal der Restmüll nicht an diesem Tag angeliefert worden war, sondern schon am Vortag in der Halle gelegen hatte. Der Baggerfahrer habe jedenfalls schnell reagiert, berichtet Leichtle, er habe alle Fahrzeuge aus der Halle gefahren und die Feuerwehr alarmiert. Außer diesem Mitarbeiter ist niemand in der Halle gewesen. Das Feuer habe man zunächst nicht richtig sehen können, so Leichtle, es sei aber schnell zu einer starken Rauchentwicklung gekommen: „Die Halle hat wie ein Kamin gewirkt.“

Als die Dußlinger Feuerwehr mit sechs Einsatzfahrzeugen und 25 Mann bei der Mülldeponie eintraf, seien Qualm und offenes Feuer in der Halle sichtbar gewesen, berichtet Frank Klett, Kommandant der Dußlinger Wehr. Zunächst habe man versucht, den Brand zu kontrollieren und das Ausmaß einzuschätzen. „Gleich einen Trupp reinzuschicken, hätte nichts gebracht“, so Klett.

Er ordnete Verstärkung an. Aus Tübingen rückte ein Löschzug mit 20 Mann und vier Fahrzeugen an, aus Nehren kamen 18 Mann mit drei Fahrzeugen. „Wir haben die Kräfte gebündelt und haben so das Feuer recht schnell unter Kontrolle bekommen“, erklärt Klett. Nach etwa 20 Minuten hatten die Feuerwehrleute die Flammen im Griff. Gegen 14 Uhr war die Stimmung auf dem Gelände schon wieder recht entspannt, und Klett konnte die Tübinger Verstärkung wieder entlassen.

Zu tun hatten die Dußlinger und Nehrener Einsatzkräfte trotzdem noch einige Stunden. Der verbrannte Müll musste auseinandergezogen werden, um mögliche Glutnester ausfindig zu machen.

Wie hoch der Schaden ist, lasse sich noch nicht beziffern, sagte Leichtle am frühen Nachmittag. Ob die Halle weiterhin benutzbar ist, ob sie renoviert oder gar abgerissen werden muss, ist unklar. Leichtle: „In diesem Stadium kann man gar nichts sagen.“

Verpuffung soll Brand in der Verwertungsanlage ausgelöst haben
Eine Verpuffung löste gestern den Brand in einer Halle der Dußlinger Müllverwertungsanlage aus. Mehr als 60 Feuerwehrleute aus Dußlingen, Tübingen und Nehren waren im Einsatz.Bild: Rippmann

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30.09.2014, 12:00 Uhr

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