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Wenigstens die Fische fühlten sich wohl

Verregneter Naturerlebnistag / Kostenloses Fischmobil auch für Schulen interessant

Hochbetrieb sollte am Wochenende beim Weitinger Angel- und Naturschutzverein (ANV) herrschen. Doch, nachdem schon das Maifest aufgrund es Regenwetters abgesagt werden musste, fiel der Naturerlebnistag am Sonntag auf dem ANV-Gelände und am Wasser des Neckarkanals buchstäblich auch fast ins Wasser.

05.05.2015

Von HERMANN NESCH

Weitingen. Schon am Morgen stand Harald Dold mit seiner Crew innerhalb von drei Tagen vor der schwierigen Entscheidung, auch diese Veranstaltung abzusagen. Oder doch auf das Prinzip Hoffnung zu setzen ? auch weil es sich um eine bundesweite Veranstaltung handelte und das Fischmobil „Fisch on tour? aus Stuttgart schon „on tour? auf dem Weg zum ANV war.

Die Hoffnung war durchaus berechtigt, ließ der Regen doch zeitweilig nach. Doch die erwarteten Massen tauchten nicht auf. Die Leute trauten der zwischenzeitlich beruhigten Lage nicht. Immerhin besuchten 20 Gäste den Vortrag von Falkner und ANV-Greifvogelexperten Jürgen Meyer, der allerdings in den Schulungsraum des Vereinsheims „Scheune? verlegt werden musste. Auf die begleitenden Flugvorführungen mussten die Besucher aber verzichten.

Nicht verzichten brauchte der ANV allerdings auf das neue Fischmobil des Landesfischereiverbandes Baden-Württemberg, das einen seiner ersten Termine hatte. Betreut wird das Fischmobil von der Sozialpädagogin Melanie Pfeiffer und der Biologin Katharina Morawetz. Die beiden Damen ließen sich auch nicht vom Wetter beeindrucken, sondern sahen mit dem Besuch beim ANV die günstige Gelegenheit, sich auch in der Region zu präsentieren.

„Fisch on Tour? ist ein kostenloses Vereins- und Schulprojekt des Landesfischereiverbandes für alle Bildungseinrichtungen im Land. Mit dem Fischmobil werden Schulen besucht, um gemeinsam mit den Schülern den Lebensraum Gewässer und die darin vorkommenden Lebewesen zu erkunden. Dabei wird ein individuell, außerschulischer Lernort als reizvolle Ergänzung zum stationären Unterricht angeboten.

Während der Veranstaltung entdecken die Kinder spielerisch ökologische Zusammenhänge und erforschen die Natur mit geeigneten Materialien. Dass das Konzept auf Interesse stößt und gut ist, davon konnten sich am Sonntag Kinder und Erwachsene überzeugen. Exemplarisch standen am Sonntag der Karpfen und verschiedene Kleinstlebewesen im Fokus. Aber auch andere Fische sowie Krebse und der Biber können genauer unter die Lupe genommen werden.

Den Kindern steht ein umfangreiches Informationsmaterial mit geschulten Personen zur Verfügung. Die Angebote sind den Lehrplänen der Klassen 1 und 2, 3 und 4 sowie 5 und 6 angepasst und sollen später Schritt für Schritt auch für höhere Klassenstufen erweitert werden. Aufgrund dessen, dass das Fischmobil erst gestartet ist, stehen die Chancen auf kurzfristige Termine noch vor den Sommerferien für Schulen sehr günstig, wie Katharina Morawetz betonte.

Bei den im Moment zur Auswahl stehenden Themen geht es um den Körperbau der Fische und die verschiedenen Fischarten, die Untersuchung der Gewässerqualität untersucht, um die Zusammenhänge des Lebens in fließenden und ruhenden Gewässern und darum, wie das Leben in Wässern entdeckt und geschützt werden kann.

Die Themen können innerhalb der Klassenstufen zusätzlich und speziell auf die Schulart abgestimmt werden. Das Fischmobil ist mit zahlreichen didaktisch wertvollen Analyse- und Forschungsutensilien ausgestattet, damit der Lebensraum Gewässer beziehungsweise die dort vorkommenden Lebewesen schonend erforscht werden können. Für die Veranstaltung bringt das Betreuungspersonal alle benötigten Materialien mit und kümmert sich um einen gelungenen Ablauf.

Weniger erfreulich war unterm Strich allerdings der komplette Ablauf der Veranstaltung: wenig Gäste und gegen 14 Uhr setzte wieder starker Regen ein. Petrus meint es zurzeit nicht besonders gut mit den Petrijüngern.

Info: Katharina Morawetz, Telefon 0711/87 03 09 89

E-Mail: info@fisch-on-tour.de

Homepage: www.fisch-on-tour.de

Trotz Regenwetters: „Nur nicht unterkriegen lassen und das Beste daraus machen!“ So dachten auch Katharina Morawetz, die Verantwortliche für das Fischmobil, und ANV-Chef Harald Dold am Sonntag. Bilder: hn

Die Kinder gingen unter Anleitung der Biologin Katharina Morawetz am Fischmobil interessiert und konzentriert zu Werke.

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Erstellt:
5. Mai 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
5. Mai 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Mai 2015, 12:00 Uhr

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