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Interview mit Friedensforscher

Versuch zu zähmen

Ulrike Pfeil sprach mit dem Tübinger Friedensforscher Andreas Hasenclever über aktuelle kriegerische Konflikte (11. September).

18.09.2014

Eine der unsäglichen Interview-Fragen lautete: „Warum machen solche Gruppen“ – gemeint war „der Islamische Staat“ – immer weiter, obwohl sie wissen müssen, dass sie massiven internationalen Widerstand provozieren?“

Mutatis mutandis gilt das allemal für „solche deprimierenden Gruppierungen“ wie USA/EU und Nato mit ihrem Finanzfeldzug und militärischen Drohszenario gegen Russland, angefeuert von Medien und Wissenschaft – der mehrheitlichen Ablehnung durch die Bevölkerung zum Trotz.

Die Antwort des Professors: „Sie kommen oft relativ weit. Das andere kennen wir aus der Terrorismusforschung: Dass sie sich unglaublich abkapseln. Sie produzieren ihre eigenen Mythen und nehmen das, was in ihrem Umfeld passiert, überhaupt nicht mehr wahr. Diese Art von Autismus unter gnadenloser Politik kennen wir übrigens auch aus der deutschen NS-Geschichte.“

Ein Volltreffer, auch was die Interviewpartnerin angeht: Sie hat es zur Stellvertreterin des Chefs vom Dienst beim TAGBLATT gebracht, er zur Tübinger Professur, gefördert von der Deutschen Stiftung für Friedensforschung (DSF).

Kritiker sehen in der DSF allerdings einen Versuch der Bundesregierung, die Friedensforschung zu vereinnahmen und zu zähmen, indem gezielt solche Projekte und Wissenschaftler gefördert werden, die die deutsche Außen- und Verteidigungspolitik rechtfertigen statt sie zu kritisieren. Diese Bedenken stützen sich auch auf die festgeschriebene Anwesenheit von Vertretern der Bundesregierung und des Bundestags im Stiftungsrat (Wikipedia).

Gisela Belkaceme, Tübingen

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18.09.2014, 12:00 Uhr

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