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Tübingen/Dettingen-Erms

Versuchter Totschlag

Das Tübinger Landgericht hat gestern einen 25-Jährigen wegen versuchten Totschlags zu drei Jahren Haft verurteilt.

28.11.2014

Dettingen/Tübingen. Dass Gericht sah es als erwiesen an, dass er bei einem Streit am 26. April 2013 in Dettingen/Erms seinem Kontrahenten einen Stockschlag an den Kopf versetzte. Nach Aussage des Opfers war der Tatverdacht auf Vater und Sohn gefallen. Den Vater sprach das Gericht dagegen frei. Mit dem Strafmaß folgte es dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Es ist überzeugt, dass der 25-jährige Dettinger dem Opfer keinen Faustschlag versetzt hatte, wie die Familienmitglieder behaupteten.

Nach den Ausführungen des medizinischen Sachverständigen Dietmar Benz (wir berichteten) sei die Wahrscheinlichkeit, dass der Angeklagte einen stockähnlichen Gegenstand benutzt hatte, um sein Gegenüber niederzustrecken, vielmehr extrem hoch. Die schwere Kopfverletzung sei durch einen Faustschlag und einen Sturz nicht zu erklären, so Richter Ralph Peters. Nicht glauben wollte das Richtergremium der Behauptung des Opfers, der Vater des Täters habe während eines Streits zum Sohn gesagt: „Bring? mir eine Pistole, ich schieß? den ab.“ Laut Peters „sieht die Kammer diese Behauptung als lebensfremd an“. Nachvollziehbar sei hingegen, dass sich die Auseinandersetzung zwischen dem späteren Opfer und dem Vater hochgeschaukelt hatte. Noch heute leide das Opfer, mehr als eineinhalb Jahre nach der Tat, an Kopfschmerzen, Ohrgeräuschen und Schwindelanfällen. nol

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Erstellt:
28. November 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
28. November 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 28. November 2014, 12:00 Uhr

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