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CDU will die Ärmel hochkrempeln

Vertreter der Partei rufen nach dem 2. Anlauf zur Landtagsnominierung zur Geschlossenheit auf

„Jetzt geht es darum, den Wahlkreis zu halten“, sagt Ulrich Latus, Chef der Tübinger CDU-Ratsfraktion. Nach der umstrittenen NominierungLisa Federles als Landtagskandidatin bemüht sich die Partei nun um Geschlossenheit.

28.09.2010
  • Renate Angstmann-Koch

Vertreter der Partei rufen nach dem 2. Anlauf zur Landtagsnominierung zur Geschlossenheit auf
Birgit Walter

Kreis Tübingen. Die Tübinger Notärztin wurde am Samstag in Bodelshausen mit 183 Stimmen als Landtagskandidatin aufgestellt – mir nur elf Stimmen mehr, als ihr Konkurrent erhielt (wir berichteten). Aus einer ersten, von Mitgliedern jedoch angefochtenen Nominierungsversammlung im Juli war der Ortsvorsteher von Baisingen und Leiter des Staatlichen Rechnungsprüfungsamts Tübingen noch als Sieger hervorgegangen. Nun unterlag er knapp. Die Stimmung hatte sich in der von sinkenden Umfragewerten verunsicherten Partei gedreht.

Mit Lisa Federles Sieg, wurde bei unserer gestrigen kleinen Telefon-Umfrage erneut deutlich, hatte offenbar niemand gerechnet. Sehr wohl aber damit, „dass es sehr knapp ausgeht“, sagte Rita Kuchler, die Vorsitzende der Frauenunion des Kreises.

Vertreter der Partei rufen nach dem 2. Anlauf zur Landtagsnominierung zur Geschlossenheit auf
Rita Kuchler

Während sich die Tübinger CDU-Frauen vor der Wahl hinter die Notärztin stellten, verhielt sich der Kreisverband neutral. „Die Damen sind alle in der Lage, sich eine eigene Meinung zu bilden“, beschreibt Kuchler den Hintergrund. Nun freue sie sich für Lisa Federle – und bedauere es gleichzeitig menschlich für Horst Schuh, so unglücklich unterlegen zu sein.

„Gut, dass es eine Frau geworden ist“, findet Kuchler gleichwohl. Die Ärztin habe gute Chancen, das Direktmandat im Wahlkreis zu gewinnen. „Ich werde alles tun, dass sich die Frauenunion voll und ganz hinter Frau Federle stellt und sie unterstützt“, kündigt Kuchler an.

„Wir müssen schauen, die Einigkeit im Kreisverband so schnell als möglich wiederherzustellen“, sagt auch ihre Vorgängerin und Ehrenvorsitzende der Frauenunion des Kreises Birgit Walter. Die Ofterdinger CDU-Chefin hatte bei der ersten Nominierungsversammlung den Tübinger Arnold Oppermann und bei der zweiten Horst Schuh unterstützt. „Jetzt gibt es nur ein Ziel, nämlich am 27. März die Wahl zu gewinnen. Darüber müssen wir uns einig sein“, beschwört auch Walter die Geschlossenheit.

Vertreter der Partei rufen nach dem 2. Anlauf zur Landtagsnominierung zur Geschlossenheit auf
Ulrich Latus

„Ich freue mich für Frau Federle“ sagt der Chef der Tübinger Gemeinderats-CDU. Allerdings hätte er es auch Horst Schuh gegönnt, nominiert zu werden. „Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und schauen, den Wahlkreis zu halten“, fordert Latus. Die CDU müsse nun die Wähler überzeugen, gute Arbeit geleistet zu haben. Es geht um Stuttgart 21, doch die Wähler müssten sich auch fragen, ob sie „Rot-Grün, Grün-Rot oder Rot-Rot-Grün wollen“.

„Vielleicht spricht Lisa Federle mehr Leute an, die sonst nicht zur Wahl gehen oder sich für eine andere Partei entscheiden“, hofft Latus. „Der Zugang zur Halbhöhenlage“ werde ihr wohl leichter fallen als Schuh, „aber sie muss auch den ländlichen Raum überzeugen“. Der unterlegene Bewerber, zeigt sich Latus überzeugt, sei wohl „soweit Politiker, dass er bei der Stange bleibt und mitkämpft“.

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28.09.2010, 12:00 Uhr

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