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Hintergrund

Verzehr von Gänsebraten unbedenklich

Wie kam es zur Epidemie? Bedroht sie auch den Menschen? Und welche Konsequenzen hat sie für die Verbraucher?

14.11.2016

Von DPA

Für Geflügel am Bodensee besteht Stallpflicht. Foto: Foto:dpa

Berlin. Die Vogelgrippe mit dem Virus H5N8 ist erstmals in Deutschland in einer Massentierhaltung in Schleswig-Holstein ausgebrochen. Mittlerweile sind vier Bundesländer betroffen.

Warum haben sich Hühner in einem abgeschlossenen Betrieb mit der Vogelgrippe infiziert? Das ist bislang unklar. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) schickt ein Expertenteam in den Betrieb, das alle möglichen Übertragungswege untersucht.

Über welche Wege kann der Erreger grundsätzlich in einen geschlossenen Betrieb eingetragen werden?

Das FLI geht davon aus, dass Wildvögel, die das Virus H5N8 in sich tragen, Nutzgeflügel-Bestände infizieren. Infizierte Vögel scheiden den Erreger mit dem Kot aus. Die Stallpflicht soll verhindern, dass Nutzgeflügel damit in Kontakt kommt.

Sind Fleisch und Eier sicher?

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt es für die Möglichkeit einer Infektion des Menschen durch rohe Eier oder Rohwursterzeugnisse aus Geflügelfleisch von infizierten Tieren bisher keine Belege. Ist die Vogelgrippe in einem Bestand ausgebrochen, wird er getötet.

Kann man die Weihnachtsgans noch essen?

Um gar zu werden, benötigt die Weihnachtsgans eine Kerntemperatur von 90 Grad. Wird sie rosa gebraten, braucht es 75 bis 80 Grad. Bei diesen Temperaturen ist der Vogelgrippe-Erreger – sollte das Fleisch infiziert sein – abgestorben. Das Virus reagiert sehr empfindlich auf hohe Temperaturen. Grundsätzlich sollten Geflügelspeisen gründlich durchgegart werden. Dafür muss im Geflügel für mindestens zwei Minuten eine Kerntemperatur von 70 Grad erreicht werden. dpa

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Erstellt:
14. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
14. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. November 2016, 06:00 Uhr

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