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Landesminister gratulieren dem Hightech-Unternehmen zum 25.

Viel Sonne und Glanz für Manz

Die Sonne weiß, was sich gehört, wenn der Solar-Vordenker aus Reutlingen Jubiläum feiert: Der Planet lieferte gestern Abend zum Jubiläum 25 Jahre Manz AG bestes Wetter und hohe Temperaturen.

16.06.2012
  • Thomas de Marco

Reutlingen. Wenn gleich zwei Landesminister bei einem Firmen-Jubiläum vorfahren, dann ist das sehr außergewöhnlich – und hatte gestern gute Gründe: Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid (SPD) ist stolz auf ein baden-württembergisches Vorzeige-Unternehmen in seinem Wahlkreis. Für Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) ist die Manz AG eines der wichtigsten Unternehmen im Land bei der Energiewende, weil es durch seine Maschinen zur Herstellung von Solarzellen die Sonnenenergie billiger mache: „Solche Vordenker sind entscheidend, um die Kosten zu drücken.“ Die Dünnschicht-Technologie sei eine Schlüsseltechnik – und Manz habe dafür das Know-how.

Er sei stolz und dankbar, dass sich sein Unternehmen von der Ein-Mann-Firma in 25 Jahren zur global operierenden mittelständischen Manz AG entwickelt habe, sagte Gründer Dieter Manz, 50. In den nächsten 25 Jahren erwartet er noch viel tiefergreifende Änderungen als während der bisherigen Firmengeschichte. 2037 würden wahrscheinlich neun Milliarden Menschen den Energiebedarf noch deutlich steigern, gleichzeitig gehen die fossilen Brennstoffe zur Neige – „weiter wie bisher wird keine Option sein“, erwartet Manz. Deshalb werde die Energiewende weltweit ein beherrschendes Thema sein.

Der Unternehmer geht sogar davon aus, dass derzeit mit der Nutzung der erneuerbaren Energien die dritte industrielle Revolution beginne. „Heute kann sich jeder für 2000 Euro eine Anlage kaufen, die den Strom kostenlos produziert.“ Es sei eine unaufhaltsame Vision: Nie mehr für Strom zahlen – vielleicht sogar bald damit auch umsonst Auto fahren.

Manz denkt dabei auch daran, dass künftig über eine Internet-Börse selbst produzierte Überschüsse abgegeben oder aber Strom bei Bedarf bezogen werden könne. „Das wäre ein massiver Wandel in der Energie-Verteilung. Diese Dimensionen können wir noch gar nicht abschätzen“, sagte Manz.

„Wir feiern eine großartige Erfolgsgeschichte, weil Manz schon in den 80er-Jahren das Potenzial der Photovoltaik erkannt hat“, lobte Minister Schmid. Sein Kollege Untersteller betonte, dass sich die Firma dank der beiden anderen Standbeine Flachbildschirme und Lithium-Ionen-Batterien trotz Krise der Solarenergie behaupten könne. „Aber der Erfolg der Solarenergie wird schneller zurückkommen als manche glauben.“

In ein paar Jahren werde an Stelle der gestrigen Feier sicher kein Zelt mehr aufgebaut werden können, denn dann stünden da weitere Bauten der Manz AG. Die Stadt Reutlingen halte diese Flächen im interkommunalen Gewerbegebiet Mahden jedenfalls vor, erklärte Reutlingens OB Barbara Bosch.

Viel Sonne und Glanz für Manz
Gefeierter Sonnenkönig: Dieter Manz bei der gestrigen Jubiläumsfeier zwischen Reutlingens OB Barbara Bosch und Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid, ganz links Kirchentellinsfurts Bürgermeister Bernhard Knauss. Am Sonntag lädt der Maschinenhersteller von 11 Uhr an zum Tag der Offenen Tür.Bild: Haas

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16.06.2012, 12:00 Uhr

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