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Elektrosmog

Viel schlimmer

Hier meldet sich ein Elektrosmog-Opfer auf einen Leserbrief von Ingrid Zoor.

10.12.2012

Liebe Frau Zoor, Sie sind in Tübingen nicht die einzige, die unter der zunehmenden „Elektrosmog“-Ver schmutz ung zu leiden hat. Wenn ich meine nun seit mehr als zehn Jahre dauernde Leidensgeschichte überschreiben müsste, würde sie heißen „Schlaflos in Stuttgart“ oder „Auf der Flucht“. Die von Ihnen beschriebenen Symptome kenne ich nur allzu gut. Bereits zwei Umzüge habe ich nun wegen der Funkbelastung hinter mir, beim ersten Mal ein voller Erfolg, alle Symptome auf einen Schlag weg, und nachdem im August 2011 in Stuttgart der digitale Rundfunk aufgeschaltet wurde, begann wieder alles von vorn, nur viel schlimmer als vorher.

Leider hat der zweite Umzug nicht den gewünschten Erfolg gebracht, Tübingen hat zwar nur 35 Standorte, aber ein Funkloch ist es eben auch nicht. An ein selbstbestimmtes Leben ist nicht zu denken, ich sehe mich in meinen Grundrechten auf Unverletzlichkeit des Körpers und der Wohnung beschnitten. Einklagbar ist das nach der derzeitigen Rechtslage, die sich an den viel zu hohen Grenzwerten (der BUND fordert in seinem Positionspapier Nr. 46 eine zehnmillionenfache Senkung) orientiert, nicht.

Und leider werden wir Elektrohypersensiblen nicht als das wahrgenommen, was wir sind: lebende Warnblinklichter, die deutlich zeigen, dass das deutsche Mobilfunkforschungsprogramm, zu 50 Prozent von der Telekommunikationsindustrie mitfinanziert, profitorientiert verharmlost wurde. Leidtragende werden letztlich alle sein, denn die Zunahme von Burnout, ADHS, Depressionen, frühe Schlaganfälle uns do weiter sprechen eine deutliche Sprache. Bezahlen wird das die Allgemeinheit, nicht diejenigen, die ein Milliardengeschäft machen.

Ursula Hartmann, Tübingen

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10.12.2012, 12:00 Uhr

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