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Umlagen und Abgaben

Viele Stromtarife werden 2016 wieder steigen

Die großen Preisportale sind sich einig: Die Stromtarife werden 2016 wieder teurer. Grund ist der Anstieg der Umlagen und der staatlichen Abgaben.

16.11.2015
  • DPA

Düsseldorf/Berlin Deutschlands Stromkunden müssen 2016 vielfach wieder tiefer in die Tasche greifen. Nur wenige Anbieter senken leicht die Preise, mehrere Versorger haben dagegen für das nächste Jahr schon Erhöhungen um durchschnittlich gut 3 Prozent angekündigt, wie eine erste Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei großen Preisvergleichsportalen ergab. Das entspricht rund 40 EUR im Jahr für den Durchschnittshaushalt (4000 Kilowattstunden). Grund sind vor allem gestiegene Umlagen und staatliche Abgaben. Bei den Netzkosten melden Grüne und Verbraucherschützer Zweifel an. "Nach der kurzen Verschnaufpause 2015 mit einem Rückgang um zwei Prozent läuten einige Versorger jetzt schon wieder die Kehrtwende ein", sagt Jan Lengerke vom Vergleichsportal Verivox. Das Bild ist aber noch nicht komplett. Viele der mehr als 800 Strom-Grundversorger hat sich bisher nicht zu den Preisen geäußert.

Mögliche Erhöhungen zum neuen Jahr müssen die Stromkonzerne sechs Wochen vorher - also bis zum 20. November - ihren Kunden mitteilen. Erfahrungsgemäß schicken viele Unternehmen die unbeliebten Erhöhungsbriefe erst im letzten Moment. Verivox verzeichnete bis zum Freitag zehn Preissenkungen um durchschnittlich gut 2 Prozent und 12 Versorger mit Preiserhöhungen von im Schnitt 3,6 Prozent. Unter den Erhöhern ist der Großkonzern ENBW (Baden-Württemberg). RWE und Eon haben angekündigt, ihre Preise über die Jahreswende hinaus vorerst stabil zu lassen. Das Preisportal Check24 registrierte bisher in der Grundversorgung bis Januar 2016 11 Preiserhöhungen um im Schnitt gut 3 Prozent und nur drei Preissenkungen.

In Deutschland wurden 2015 durchschnittlich gut 29 Cent pro Kilowattstunde verlangt. Am Börsenpreis für die Strombeschaffung liegt es dabei nicht. Dort fällt und fällt der Preis, weil immer mehr geförderter Ökostrom auf den Markt drängt. Der Börsenpreis beträgt inzwischen nur noch 3 bis 4 Cent - etwa halb so viel wie 2011 - und unterschreitet gelegentlich sogar die Schallmauer von 3 Cent pro Kilowattstunde.

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16.11.2015, 12:00 Uhr

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