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Terrorermittlungen

Viele Tote bei Anschlag in Metro von St. Petersburg

Zum Zeitpunkt der Explosion befand sich Russlands Präsident Putin in der Millionen-Metropole. In einer zweiten U-Bahn wurde ein Sprengsatz entschärft.

04.04.2017
  • DPA

St. Petersburg. Russlands nördliche Metropole St. Petersburg ist erstmals Ziel eines Bombenanschlags mit Todesopfern geworden. Mindestens elf Menschen starben, hinzu kommen 45 Verletzte. Der Sprengsatz explodierte am Montag in einer fahrenden U-Bahn unter dem Zentrum der Fünf-Millionen-Stadt. Das staatliche Ermittlungskomitee geht von einem Terroranschlag aus.

Der Anschlag bedeutet auch eine Herausforderung für Präsident Wladimir Putin. Er hielt sich zur Tatzeit in St. Petersburg auf, nach Angaben seines Sprechers im Vorort Strelna. Dort sollte er seinen weißrussischen Amtskollegen Alexander Lukaschenko treffen.

Nach ersten Erkenntnissen war kein Selbstmordattentäter unterwegs. Videokameras hätten eine Person erfasst, die die Bombe in dem Wagen ablegte, meldete Interfax. Behördenquellen schätzten die Sprengkraft auf 200 bis 300 Gramm TNT. Der Sprengsatz sei mit Metallteilen versehen gewesen, um die tödliche Wirkung zu verstärken.

Ein zweiter Sprengsatz wurde in der Metrostation Ploschtschad Wosstanija (Platz des Aufstands) unter dem wichtigsten Bahnhof der Stadt entdeckt. Spezialisten hätten ihn entschärft. Auch da gbit es einen Verdächtigen.

Putin sprach den Familien sein Beileid aus. Die Sicherheitsbehörden würden die Umstände der Explosion aufklären, versprach er. Alle Anzeichen deuteten auf einen Terroranschlag hin, sagte Viktor Oserow, Abgeordneter im russischen Föderationsrat.

In der Vergangenheit hatte es mehrere Anschläge auf die U-Bahn in Moskau mit zahlreichen Toten gegeben. Die meisten wurden in Verbindung mit islamistischen Terroristen aus Tschetschenien gebracht. In St. Petersburg gab es keine Anschläge mit Toten. Die Stadt ist ein wichtiges Touristenziel.

Angela Merkels Sprecher Steffen Seibert schrieb auf Twitter: „Das sind furchtbare Nachrichten aus St. Petersburg: Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen und ihren Familien.“ dpa

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04.04.2017, 06:00 Uhr

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