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Stuttgart

Viele junge Nichtwähler im Südwesten

Wählen ist ein zentrales Recht in einer Demokratie. Viele junge Baden-Württemberger blieben trotzdem der jüngsten Landtagswahl fern.

02.04.2016
  • EPD

Stuttgart. Fast die Hälfte der 21- bis 24-Jährigen hat nicht an der Landtagswahl in Baden-Württemberg teilgenommen. Die Quote von 52,0 Prozent lag deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt von 70,4 Prozent, wie das Statistische Landesamt gestern mitteilte. Bei den 25 bis 29 Jahre alten Wählern machten 54,8 Prozent von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Im Verhältnis zur Wahl im Jahr 2011 stieg der Anteil der jungen Wähler jedoch etwas an.

Die Statistiker haben das Wählerverhalten noch auf weitere Aspekte hin analysiert. Die Grünen, jetzt die stärkste politische Kraft im Land, gewannen vor allem bei älteren Wählern: Sie kamen auf plus 13,5 Prozentpunkte unter den 60- bis 69-Jährigen und plus 13,7 Prozentpunkten bei den 70-Jährigen und Älteren. Dies machte sich im Gesamtergebnis auch deshalb deutlich bemerkbar, weil der Anteil der Senioren an der Wählerschaft steigt. Trotz dieser Zugewinne lag aber mit 36,0 Prozent der größte Anteil der Grünen-Wähler in der Gruppe der 45- bis 59-Jährigen.

Für die CDU und Sozialdemokraten machten die Statistiker deutliche Verluste in allen Altersgruppen aus. Die Wählerschaft der FDP kommt vornehmlich aus der Gruppe der 45- bis 59-Jährigen. Sie trugen zu 27,7 Prozent zum Wiedereinzug der Liberalen ins Parlament bei.

Die neu in den Landtag eingezogene AfD erreichte ihre höchsten Stimmenanteile mit 17,9 Prozent in der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen, gefolgt von den 25- bis 34-Jährigen mit 17,4 Prozent und den 45- bis 59-Jährigen mit 17,3 Prozent. Ihren schlechtesten Wert erzielte die Partei mit 9,6 Prozent bei den Senioren.

Auch das Geschlecht spielt eine Rolle bei der Wahlentscheidung: So entschieden sich mehr Frauen als Männer für CDU, Grüne und SPD. Im Gegensatz dazu bestand die Wählerschaft von FDP und AfD mehrheitlich aus Männern. Den deutlichsten Unterschied machten die Statistiker bei den Rechtspopulisten aus. Die Stimmen kamen zu 61,1 Prozent von Männern und zu 38,9 Prozent von Frauen.

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02.04.2016, 06:00 Uhr

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