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Vielfache Feier im Gewandhaus
Andris Nelsons ist in den Leipziger Jubiläumswochen fleißig im Einsatz. Foto: Jan Woitas/dpa
Klassik

Vielfache Feier im Gewandhaus

Das Leipziger Orchester begeht seinen 275. Geburtstag mit dem neuen Kapellmeister Andris Nelsons.

10.03.2018
  • DIETRICH BRETZ

Leipzig. In diesen Wochen wird Leipzig wieder einmal zu einem Treffpunkt von Musikinteressierten aus Nah und Fern. Denn das Gewandhausorchester feiert am Sonntag seinen 275. Geburtstag. Und zudem trat kürzlich der Lette Andris Nelsons das nach dem Ausscheiden Riccardo Chaillys seit drei Jahren verwaiste Amt des Gewandhauskapellmeisters an. Die Amtsübernahme durch den 39-Jährigen bedeutet beim Gewandhaus – eingedenk der 27 Jahre währenden Ära Kurt Masurs und der Amtsperiode Herbert Blomstedts – auch einen Generationswechsel.

Nelsons, der zugleich weiterhin das Boston Symphony Orchestra lenkt, ist sich der besonderen Rolle des Gewandhauses voll bewusst: Leipzig sei heute noch eines der „Epizentren der klassischen Musik“, dort werde „nicht nur die Fackel hochgehalten, sondern auch weitergetragen“.

Davon zeugt auch der facettenreiche Konzertreigen der Jubiläumsfestwochen. 13 Mal steht da Nelsons bei sechs unterschiedlichen Programmen am Pult. Wobei er den zeitlichen Bogen spannt von Bach und Mozart über Wagner und Tschaikowsky bis hin zu Bernd Alois Zimmermann und dem 1973 geborenen Jörg Widmann. Und einen Ehrenplatz im Spielplan nehmen selbstredend die mit der Leipziger Tradition verbundenen Komponisten Mendelssohn, Bruckner und Brahms ein. Aber auch Klassiker des 20. Jahrhunderts und mehrere Uraufführungen von Auftragswerken des Orchesters sind vertreten. Widmann erhielt gar für diese Saison die neu geschaffene Position des Gewandhauskomponisten. Womit etliche Werke aus seiner Feder zu erwarten sind.

Gleich Nelsons' Programm zur Amtseinführung war signifikant, mit der Uraufführung des „Reliefs für Orchester“ des 1960 geborenen Leipzigers Steffen Schleiermacher und der Interpretation von Alban Bergs Violinkonzert durch die lettische Geigerin Baiba Skride; als Finale folgte Mendelssohns „Schottische Sinfonie“, überzeugend gestaltet.

Das zweite Konzerte bot dann Wagner-Werke, Zimmermanns Trompetenkonzert und Schostakowitschs 9. Sinfonie. Überwältigend. Dietrich Bretz

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10.03.2018, 06:00 Uhr

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