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Radler willkommen

Vier Horber Gasthäuser haben das Bett-und-Bike-Siegel – und das liegt im Trend

Wenigstens die Radfahrer lieben Horb. Unübersehbar prägen sie momentan das Stadtbild. Viele bleiben auch gerne für ein Nacht – dank Bett+Bike. Und die Nachfrage steigt, das ergab eine Umfrage unter den Horber Anbietern.

26.08.2015
  • dagmar stepper

Horb.Als Fahrrad-Anlaufstelle hat Horb einen guten Standort. Die Stadt liegt an zwei Radwegen: dem Neckartal-Radweg und dem Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg. Vor allem dem Neckartal-Radweg verdankt Horb viele Radtouristen – Tendenz steigend. „Es läuft sehr gut“, sagt Jutta von Minckwitz, die Inhaberin des Gasthauses Greifen. Seit ein paar Jahren bietet sie Bett+Bike an, ihre Gäste kommen aus ganz Deutschland, aus der Schweiz, den Niederlanden und Belgien. Und es sind nicht nur die Senioren, die Station in Horb machen, sondern auch viele Familien mit Kindern. Dieses Jahr läuft es sogar besonders erfolgreich. Minckwitz glaubt, dass es mit am Wetter liegt. Gefällt den Radtouristen eigentlich die Stadt? Die Greifen-Chefin lacht: „Schönes Städtchen – nur leider wenig los“, bekommt sie oft zu hören.

Die Radler kommen aus Deutschland und aus der Schweiz

Auch im „Goldenen Adler“ ist man froh über die Bett+Bike-Touristen. „Es hat in den vergangenen Jahren zugenommen“, berichtet Fabienne Bareis. Seit 2007 ist das Gasthaus bei Bett+Bike mit dabei und viele Radfahrer schauen gezielt nach so einer Übernachtungsmöglichkeit. Denn man muss als Hotelier Mindestkriterien erfüllen, wie beispielsweise Abstell-Möglichkeiten für Fahrräder oder man muss Werkzeug und Kartenmaterial parat haben. Fabienne Bareis hat übrigens das gleiche beobachtet wie die Greifen-Inhaberin: „Immer mehr Familien sind mit dem Rad unterwegs.“

Das liegt derzeit im Trend und der Neckartal-Radweg ist gerade für Familien wegen seiner Flachheit gut zu bewältigen. Außerdem wechseln sich schöne Landschaften mit historischen Städten. Allerdings wählt die große Mehrheit die selbe Richtung. „90 Prozent fahren den Neckartal-Radweg abwärts und nur zehn Prozent aufwärts“, erzählt sie mit einem Augenzwickern. Sportlichen Fahrer verirren sich hingegen eher seltener nach Horb. Wenn dann vom Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg, der mehr Steigungen hat. Fabienne Bareis mag die Radler. „Mit vielen kommt man leicht ins Gespräch.“ Über Horb hört sie dabei nur Gutes. „Durchweg durch die Bank sagen die Leute, wie schön es hier ist.“

Den Touristen gefällt es gut in Horb – es könnte nur mehr los sein

Die Radsaison geht im Regelfall von Ostern bis Mitte Oktober – je nach Wetterlage. Das Wetter spielt aber täglich eine Rolle. „Wenn es über 35 Grad heiß ist, dann haben wir weniger Gäste“, so Fabienne Bareis. Regen hingegen hält nicht jeden Fahrer ab, doch häufig suchen die Touristen dann früher eine Bleibe.

Wie am Montag: „Bei den heftigen Regengüsse kamen die ersten Übernachtungsgäste schon um 14 Uhr.“ Ansonsten trudeln sie zwischen 17 und 19 Uhr ein. Mussten Sie schon einmal einen Radfahrer wegschicken, weil es kein Zimmer mehr gab? „Sehr selten“, sagt sie nach kurzem Überlegen, „in den meisten Fällen klappt‘s“ Wenn nicht, tauscht sie sich mit den anderen Gasthäusern aus. In Horb bieten neben dem Goldenen Adler und dem Greifen auch das Schiff und der Adler in Dettingen Bett+Bike an. Nur ein Mal wurde es richtig eng: Als dieses Jahr Anfang August zeitgleich in Horb das Mini-Rock-Festival stattfand und in Tübingen der Triathlon. Doch das ist eher die Ausnahme.

Im Gasthaus Schiff auf dem Marktplatz teilt man die Erfahrungen der anderen Bett+Bike-Anbietern. „Die Radfahrer machen einen großen Teil unsere Gäste aus“, berichtet Blandina Geßler.

Vier Horber Gasthäuser haben das Bett-und-Bike-Siegel – und das liegt im Trend

Die Idee entstand vor über 20 Jahren, als verschwitze oder durchnässte Radler nicht gerade zu den beliebtesten Zielgruppen der Hoteliers zählten. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) suchte eine Lösung und stellte eine Liste mit Gastbetrieben auf, bei denen Radfahrer willkommen waren. Das erste Verzeichnis umfasste 200 Hotels, inzwischen sind es über 5500 ausgezeichnete Unterkünfte. Sie reichen vom komfortablen Hotels bis zu gemütlichen Pensionen. Sie erfüllen die vom ADFC Mindestanforderungen. So können Gäste beispielsweise nur eine Nacht bleiben, es gibt abschließbare Fahrrad-Stellplätze und Räume zum Wäschetrocknen. Die Adresslisten der Bett+Bike-Anbieter gibt es in gedruckter Form oder im Internet unter http://www.bettundbike.de/

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26.08.2015, 12:00 Uhr

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