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Vier Millionen Besucher auf dem Wasen
Feiernde Jugendliche auf dem Volksfest. Foto: Ferdinando Iannone
Volksfest

Vier Millionen Besucher auf dem Wasen

Der Erfolg des Cannstatter Volksfests hält an. Festwirte und Schausteller sind zufrieden.

08.10.2016
  • RAIMUND WEIBLE

Stuttgart. Alle Befüchtungen, die latente Terrorgefahr könnte dem Wasen-Geschäft Abbruch tun, haben sich als gegenstandslos erwiesen: Das 171. Cannstatter Volksfest war wieder ein Erfolg. „Wir können ein positives Fazit ziehen“, sagte Geschäftsführer Andreas Kroll von der Veranstaltergesellschaft „in.Stuttgart“ gestern vor Journalisten. Der Verlauf entspricht nach seinen Worten fast spiegelbildlich dem Verlauf des Fests von 2015. Wie im Vorjahr wird der Wasen am Sonntagabend mit vier Millionen Besuchern abschließen.

Auch die kühlen Temperaturen der vergangenen Tage führten zu keinen nennenswerten Einbußen. Das lag auch an der hohen Zahl von Bussen, die Gäste aus dem In- und Ausland auf den Wasen brachten. Bis gestern registrierte „in.Stuttgart“-Abteilungsleiter Marcus Christen 4500 Busse, bis Sonntag rechnet er mit 500 weiteren. Vor allem für Schweizer, Italiener und Engländer werde das württembergische Volksfest immer attraktiver. Sehr gut angenommen worden seien auch die Parkplätze für Wohnmobile, sagte Christen. Da die Plätze am Güterbahnhof künftig wegfallen, sind die Veranstalter auf der Suche nach einer Alternative.

Von einem „erfreulichen Festverlauf“ sprach auch Thomas Engelhardt vom Cannstatter Wasen-Revier. Die Polizei registrierte zwar bisher 811 Straftaten und damit 168 mehr als 2015, doch führte er diesen Zuwachs auf die verstärkten Kontrollen insbesondere an den Zugängen zurück. So sei mancher Besucher „mit dem Joint im Mund auf den Platz“ gekommen, was zu Anzeigen führte. Und da die Sicherheitsleute in die Rucksäcke greifen, stoßen sie manchmal auch auf verbotene Messer.

Ebenfalls mit der verstärkten Präsenz der Polizei und des privaten Sicherheitsdienstes könnte die Abnahme der Diebstähle um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr zusammenhängen. Möglicherweise hatten die Appelle der Polizei an die Besucher, auf ihre Wertsachen besser acht zu geben, einen Effekt gehabt. Die Zahl der Körperverletzungen schnellte auf 216 hoch, fast 40 mehr als 2015. Was Engelhardt nicht beunruhigt. Das Fest im Vorjahr sei ein besonders friedliches gewesen, das jetzige Ergebnis entspreche dem langjährigen Durchschnitt. Raimund Weible

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08.10.2016, 06:00 Uhr

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