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Projekt fördert Fußball und Gemeinschaft

Vier Vereine beteiligen sich am Kunstrasenplatz in Renfrizhausen / 200 000 Euro plus Eigenleistung

Der Kunstrasenplatz der Stadt wurde am Montag mit dem VfR Sulz, der SG Mühlheim-Renfrizhausen, dem FC Holzhausen und dem VfB Sigmarswangen auf den Weg gebracht. Die Vorstandsmitglieder präsentierten Bürgermeister Gerd Hieber einen Finanzierungsplan.

10.11.2015
  • jürgen a. klemenz

Sulz. Es war ein großer Moment für alle Beteiligten, als Bürgermeister Gerd Hieber mit den Vorstandsmitgliedern der vier beteiligten Vereine – Tobias Nübel vom VfR Sulz, Bernd Plocher vom FC Holzhausen, Oliver Garn von der SG Mühlheim-Renfrizhausen und Ralf Voßler vom VfB Sigmarswangen – den Eingangsstempel auf den von den Vereinsvorsitzenden unterzeichneten Finanzierungsplan drückte. Dem Akt wohnten Hauptamtsleiter Hartmut Walter, Stadtbaumeister Reiner Wössner, Kämmerer Michael Lehrer, Ramona Stühler von der Kämmerei sowie die Ortsvorsteherin von Mühlheim, Barbara Klaussner und ihr Kollege aus Renfrizhausen, Klaus-Peter Mühleck bei. Dabei stellte der Schultes heraus, dass damit fünf Ortschaften an dem Kunstrasenprojekt bei der Mühlbachhalle beteiligt sind.

Einer Kostenschätzung des Empfinger Ingenieurbüros Gebhard Gfrörer zu Folge bewegen sich die Kosten etwa bei 860 000 Euro. Nübel sagte gestern auch im Namen der anderen Vereine, dass man sich mit 200 000 Euro beteiligen werde. Vom WLSB gibt es einen Zuschuss von 75 000 Euro, an Eigenleistungen wollen die vier Vereine 80 000 Euro einbringen und einen Kapitalbeitrag von 40 000 Euro leisten. Somit beträgt die Vereinsbeteiligung an den Kosten 23,25 Prozent. Nübel sagte, Eigenleistungen und Kapitalbeitrag seien „sehr ambitioniert, aber wir wollen das erreichen.“ Ein gewisses Risiko gebe es, weil noch nicht absehbar ist, ob die Vereine die Eigeneistungen und den Kapitalbeitrag tatsächlich leisten könnten. „Ich würde mir einen Großsponsor wünschen, aber wir nehme auch viele kleine“ sagte das VfR-Vorstandsmitglied, denn die 40 000 Euro sollen vorrangig durch Sponsoren generiert werden.

Voraussetzung für die Realisierung ist das Programm des Bundes „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Wie Lehrer sagte, erwartet die Stadt 335 000 Euro. Der Rest soll über Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock und städtische Mittel finanziert werden. Der Antrag ist vorbereitet und kann nach der nächsten Gemeinderatssitzung, in der das Projekt vorgestellt werden soll, auf den Weg gebracht werden. Voraussetzung: der Gemeinderat stimmt zu. Diesbezüglich zeigte sich Hieber optimistisch: „Das Projekt hat eine breite Basis, es gibt eine gute Chance zur Finanzierung.“

Hieber hatte zuvor die Vorteile herausgestellt: Man könne den Bürgern der Gesamtstadt ein Projekt anbieten, hinter dem die Vereine stehen, es werde kein neuer Platz benötigt, es gebe einen Bebauungsplan, und die Planungen bezüglich Zufahrt und Parkplätzen decken sich mit den Überlegungen aus Renfrizhausen. Ortsvorsteher Klaus-Peter Mühleck ergänzte, dass man die vorhandenen Umkleidemöglichkeiten in der Halle nutzen könne und auch der Tennisverein miteinbezogen werde.

Für das Förderprogramm des Bundes ist es wichtig, dass die beantragten Projekte mit einer besonderen integrativen sozialen Wirkung verbunden sind und dem nachbarschaftlichen Zusammenhalt dienen. Dies trifft in Sulz zu: Vier Vereine aus fünf Ortschaften stemmen ein gemeinsames Projekt, das dem Zusammenwachsen der Gesamtstadt diene und es 250 aktiven Spielern und 180 Kindern und Jugendlichen ermöglicht, auch im Winter ihrem Hobby nachzugehen. Nübel wies auch auf die Integrationsarbeit der Vereine hin: Fast 33 Prozent der aktiven und jugendlichen Spieler haben einen Migrationshintergrund. Man sei gerne bereit, Füchtlinge in den Vereinen aufzunehmen. Bernd Plocher sagte, dass ein einzelner Verein nicht in der Lage wäre, einen Kunstrasenplatz zu finanzieren. Die beteiligten Vereine haben sich verständigt über die Belegung an den Wochentagen: Jeder Verein erhält einen Trainingsabend, der jährlich wechselt. Oliver Garn sagte, es gehöre dazu, dass man auch im Winter Fußball spiele und betonte: „Wir sind bereit für das Projekt.“

Vier Vereine beteiligen sich am Kunstrasenplatz in Renfrizhausen / 200 000 Euro plus Eigenleistung

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10.11.2015, 12:00 Uhr

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