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Leverkusen hakt Königsklasse nicht ganz ab

Völler: Klammern uns an die Minimalchance

Nach dem mageren 1:1 in Borissow hat Bayer Leverkusen die Champions League fast schon abgehakt. Bitter vor allem der Patzer von Torwart Bernd Leno.

26.11.2015
  • SID

Borissow: Torwart Bernd Leno sah gleich zwei europäische Träume platzen, Sportchef Rudi Völler sprach von einer "klitzekleinen Minimalchance", und Klubchef Michael Schade plante sogar schon einen Coup in der Europa League. Nach dem bitteren 1:1 (0:1) bei Bate Borissow hat Bayer Leverkusen das Überwintern in der Champions League quasi schon abgehakt.

"Lassen Sie uns nicht rechnen, lassen Sie uns realistisch sein", sagte Schade, der sichtlich ernüchterte Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten und machte auch kein Hehl daraus, dass er nicht wirklich an ein Wunder im letzten Gruppenspiel gegen den FC Barcelona glaubt: "Wenn man sieht, wie stark Barça ist, weiß ich nicht, ob es die richtig große Chance gibt, die zu schlagen." Beim 6:1-Kantersieg des spanischen Meisters gegen AS Rom feierte das Publikum die Torschützen Lionel Messi und Luis Suárez und Torwart Marc-André ter Stegen, der am Ende einen Strafstoß hielt. Schade freundet sich deshalb lieber schon mal mit der Europa League an. "Wenn man die Qualität von acht Mannschaften sieht, wäre in der Königsklasse für uns vielleicht sowieso im Achtelfinale Schluss gewesen", unkte der 62-Jährige. Völler weigerte sich zwar, die Champions League schon vollends abzuhaken, doch auch in seinen Worten schwang wenig Hoffnung mit, am 9. Dezember noch den begehrten zweiten Gruppenplatz zu erobern. "Wir klammern uns an die Minimalchance. Wir versuchen alles, haben es aber nicht mehr in der eigenen Hand. Barça ist zusammen mit Bayern derzeit die beste Mannschaft Europas, da braucht es einen absoluten Traumtag - plus Schützenhilfe."

Weltmeister Christoph Kramer flüchtete sich derweil in Ironie: "Bald ist ja Weihnachten. Und Weihnachten ist immer Wunderzeit." Hätte Bayer in Borissow gewonnen, hätte ein Sieg gegen Barça auf jeden Fall gereicht. Auch der Patzer von Bernd Leno nach 68 Sekunden - bereits sein dritter krasser in dieser Saison - verhinderte dies. Und könnte nicht nur Bayer das Überwintern in der Champions League kosten, sondern auch den Torhüter seinen persönlichen Traum von der EM. "Die Chancen stehen besser, wenn mir nicht ständig so eine Scheiße passieren würde", meinte der 23-Jährige, der einen harmlosen Schuss von Michail Gordeitschuk unter dem Bauch durchrutschen ließ.

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26.11.2015, 08:30 Uhr

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