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Berlin/Stuttgart

Vogel des Jahres mit 8000 Brutpaaren im Land vertreten

Knopfaugen, ein freundlich-gefiedertes Gesicht und ein unheimliches «Huuh-hu-huuh»: Der Waldkauz ist der Vogel des Jahres 2017.

14.10.2016

Von dpa/lsw

Ein Waldkauz schaut aus einer Baumhöhle. Foto: Peter Kühn/NABU/Archiv dpa/lsw

Berlin/Stuttgart. Nach dem Stieglitz wählte der Naurschutzbund Deutschland (Nabu) den hübschen Kauz stellvertretend für alle Eulenarten aus. In Deutschland gehen Experten von 43 000 bis 75 000 Waldkauz-Brutpaaren aus. Nach Schätzungen von Vogelschutzexperten des Nabu in Baden-Württemberg gibt es hierzulande rund 8000 Brutpaare.

Der Waldkauz bevorzugt als Lebensraum lichte Wälder und Landschaften mit Hecken und Gebüschen. Wie viele andere Waldvögel auch ziehe der Waldkauz (Strix aluco) immer häufiger in die Städte, zum Beispiel auf Friedhöfe, in Parks und in Gärten, hieß es. Doch sein liebster Lebensraum, die Höhlen alter Bäume, sei in Gefahr. «Der Waldkauz ist das ganze Jahr über bei uns zuhause», sagte Stefan Bosch, Nabu-Fachbeauftragter für Vogelschutz in Baden-Württemberg. «Er ist zwar im ganzen Land verbreitet, aber nirgends häufig.»

Reine Fichtenwälder und Felder ohne Hecken und Blühflächen seien für den Waldkauz wie auch für viele andere Tiere wertlos. «Hier kann er nicht brüten und findet keine Nahrung. Deshalb ist der Waldkauz ein großer Fan von naturnaher Forst- und Landwirtschaft», sagte Bosch.

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Erstellt:
14. Oktober 2016, 08:33 Uhr
Aktualisiert:
14. Oktober 2016, 05:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2016, 05:30 Uhr

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