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„Paydirekt“ ist gestartet

Volks- und Raiffeisenbanken bieten seit gestern eigenes Online-Bezahlsystem

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken machen den Anfang: Alle sechs Genossenschaftsbanken im Kreis Freudenstadt bieten seit gestern ein neues, eigenes Online-Bezahlverfahren. Unter dem Namen „paydirekt“ verspricht es direktes und sicheres Bezahlen mit dem Girokonto im Internethandel, wobei die Kundendaten mit Sicherheit nicht weitergegeben werden, versprechen die Banken.

17.11.2015

Von Hannes Kuhnert

Kreis Freudenstadt. „Das Online-Bezahlverfahren ?paydirekt? wurde auf Betreiben des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken deutschlandweit für die drei großen Bankgruppen gleichzeitig entwickelt und wird von diesen auf den Weg gebracht?, erläuterten gestern vor der Presse Dieter Walz und Clemens Grießhaber, Sprecher und stellvertretender Sprecher der Bezirksvereinigung der Volksbanken und Raiffeisenbanken Kreis Freudenstadt.

Es sei selten genug, dass sich die Sparkassenorganisation, die Groß- und Privatbanken und die genossenschaftlichen Banken auf ein einheitliches Verfahren einigen. Doch mit dem sprunghaften Ansteigen der Einkäufe im Internet wachsen auch die Gefahren von Betrug, Missbrauch und Datenweitergabe, „oft verbunden mit hoher Dreistigkeit?, erläutert Walz. So sahen sich die Banken von der Verunsicherung ihrer Partner und Kunden gezwungen, auf deren gewachsenes Sicherheitsbedürfnis zu regieren.

Der Internethandel laufe Gefahr, immer weiter zum Einfallstor für Betrügereien zu werden. Hier setze „paydirekt? an, ein System, bei dem die Daten bei der Bank und dessen Surfer in Deutschland bleiben. Das System biete Händlern und Kunden gleich große Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit durch den deutschen Bankenstandard. Es biete Käuferschutz bei Nichtlieferungen mit Rückbuchungen auf das Girokonto, die Daten von Kunden und Händlern bleiben vertraulich und „paydirekt? sei einfach zu handeln. Bankkunden können ihre Einkäufe im Internet einfach von ihrem Girokonto bezahlen, ohne befürchten zu müssen, dass mit ihren Daten oder mit dem Wissen ihres Warenkorb-Inhalts Schindluder getrieben wird.

Voraussetzung für „paydirekt? ist die so genannte Onlinefähigkeit, das heißt, der Kunde muss für Online-Banking bei seiner Bank registriert sein. Ist das der Fall, genügen einmalig wenige Mausclicks, um sich ins neue Bezahlverfahren mit Benutzername und Passwort dauerhaft einzuloggen, um die Sicherheiten des für den Kunden kostenlosen Systems zu nutzen. Es ist im Übrigen für die Zukunft ausgelegt und ermöglicht als nächsten Schritt das Bezahlen per Handy.

Bei der nun laufenden Einführung des neuen Systems bemühen sich die Banken, einen möglichst weiten Kreis von Internethändlern zum Anschluss an „paydirekt? zu gewinnen. Die Metrogruppe habe bereits den Anfang gemacht. Dieter Walz und Clemens Grießhaber sind überzeugt, dass sich sehr bald weitere große und auch kleinere Internethändler anschließen werden. Der Handel im „Netz? gehe im Übrigen auch am örtlichen Einzelhandel nicht vorbei.

Info Das neue Online-Bezahlverfahren wird derzeit im Landkreis Freudenstadt von folgenden Banken angeboten: Volksbank eG Horb-Freudenstadt, Volksbank Nordschwarzwald eG, Volksbank Dornstetten eG, Volksbank Baiersbronn, Murgtal eG, Raiffeisenbank Oberes Gäu eG und Raiffeisenbank Horb eG. Einen Erklärungsfilm über „paydirekt? zeigen alle beteiligten Institute auf ihren Homepages im Internet.

Der Internethandel wird einfacher und sicherer mit dem neuen System „paydirekt“, das alle großen deutschen Bankengruppen Schritt für Schritt einführen. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken, hier mit den Bezirksvorsitzenden Dieter Walz (rechts) und Dieter Grießhaber, machen den Anfang. Bild: rt

Mit „paydirekt? ist jetzt ein weiteres Online-Bezahlsystem gestartet. Die Banken wollen mit „paydirekt? mehr Sicherheit, vor allem im Umgang mit den persönlichen Daten, anbieten und damit die Kunden überzeugen. Diese können nun beim Online-Shopping unkompliziert mit „paydirekt? bezahlen.
Immer mehr Kunden kaufen im Internet ein. Und der Online-Anteil am Einzelhandelsumsatz wird sich, so die Prognose, in den nächsten Jahren verdoppeln. Daher setzen die teilnehmenden Banken „auf ein schnelles, einfaches und sicheres Bezahlverfahren im stark wachsenden E-Commerce-Markt.?
Bei „paydirekt? findet der Zahlungsablauf ausschließlich zwischen Bank und Händler statt. Damit gibt es bei der Zahlungsabwicklung keinen Zwischenanbieter. Dies wiederum schützt die Kunden davor, dass persönliche Konto- oder Einkaufs-Daten weitergegeben werden.
Alle Server laufen in Deutschland. Somit unterliegt „paydirekt? dem deutschen Bankgeheimnis und dem strengen deutschen Datenschutzgesetz.

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Erstellt:
17. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
17. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. November 2015, 12:00 Uhr

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