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Shoppen und Chillen

Volle Straßen, Plätze und Geschäfte beim Horber Frühling

Der Horber Frühling mit Gesundheitsmesse, verkaufsoffenem Sonntag und elsässisch-schwäbischen Markt lockte bei frühsommerlichen Temperaturen tausende Besucher in die Innenstadt. Auf einigen Straßen und Plätzen ging es zeitweise richtig eng zu.

03.04.2016
  • Dunja Bernhard

Horb. „Mehrere tausend Besucher kommen bei schönem Wetter zum Horber Frühling“, hatte Martin Scherer, Leiter des Stadtmarketings, selbstbewusst beim Pressegespräch vor zwei Wochen gesagt. Nach einer kurzen Pause fügte er damals hinzu: „Wir gehen davon aus, dass das Wetter schön wird.“ Er sollte recht behalten.

Als Oberbürgermeister Peter Rosenberger um 12 Uhr zur offiziellen Begrüßung vor die Bühne beim Altenpflegeheim trat, hatten einige Zuhörer schon eine Portion Maultaschen mit Kartoffelsalat verspeist. Der Horber Frühling sei eine runde Sache, sagte das Stadtoberhaupt. Dass die Menschen nicht mehr in Horb einkauften, sei „völliger Blödsinn“. Als „Humbug“ bezeichnete er Gerüchte, dass jetzt Läden schließen, weil ab Mai das neue Einkaufszentrum am Bahnhof gebaut wird. Die in Leserbriefen verbreiteten Lügen träfen ihn persönlich, sagte Rosenberger. „Da werden nicht eine Millionen Euro in den Sand gesetzt.“ Dass so ein Einkaufszentrum mehr Verkehr in die Stadt bringe, sei richtig. Auch dass Müller „dort hinüber zieht“ stimme. Er habe jedoch schriftlich , dass der Drogeriemarkt sich sonst ganz aus Horb zurückgezogen hätte. Für große Gebäude in der Innenstadt würden nun Investoren gesucht. „Ich glaube, dass sehr viel Gutes in der Stadt entsteht“, gab Rosenberger sich zuversichtlich.

Beim gestrigen Horber Frühling wirkte die Stadt sehr belebt und aktiv. Auf der Gutermannstraße reihten sich Anbieter von Fitness, Gesundheit und das Handwerkernetz aneinander.

Die Tanzschule Gayer lud unter dem Motto „Action und Spaß“ zu einem flotten Tänzchen ein. Vor allem die Jüngeren trauten sich. Zahlreiche Fitnessstudios warben um Kunden. Unter anderem damit, seinen Körper zuerst mal am Laptop besser kennenzulernen – und später dann im Studio.

Entspannung für Muskeln und Gelenke sollen „KyBoots“ bringen. Auf diese Schuhe eines Schweizer Herstellers schwört Dagmar Lyschik. Probeweise konnten Interessenten mit ihren eigenen Schuhen auf eine Matte, die das Gefühl in den KyBoots vermitteln sollte, treten. Davon machten zahlreiche Besucher Gebrauch. Wie barfuß im Moos fühlte es sich an. Entwickelt hat die Schuhe mit der dicken Sohle der Schweizer Karl Müller während eines Asienaufenthalts, erzählte Lyschik. Er wollte damit das Gefühl von Barfußlaufen im Lehm nachahmen. Weil „wir keinem etwas anschnacken wollen“, erklärte die Bremerin, können Interessenten die Schuhe zunächst für einige Tage leihen. Der nächste KyBoot-Shop ist in Altensteig.

Schmuck tragen und dabei etwas für sein Wohlbefinden tun, das verspricht Magnetschmuck. Armbänder, Ketten und selbst Ohrringe sollen die Durchblutung und den Stoffwechsel im ganzen Körper anregen. „Die Nährstoffe werden schneller in die Zellen aufgenommen“, erläuterte Claudia Eger. Das gebe Energie. Der Edelstahlschmuck erweckte durchaus Interesse.

Um gesunde Ernährung ging es nicht nur am Stand der Kräuterpädagogen, die die Wildkräuterwoche einläuteten, sondern auch bei Hauswirtschaftsmeisterin Ute Höfner und Beki-Fachfrau Kerstin Schweizer vom Landwirtschaftsamt Freudenstadt. Beki steht für bewusste Kinderernährung. Diese sollte ausgewogen sein und viel Obst, Gemüse und Ballaststoffe enthalten, erklärte Schweizer. „Außerdem sollte man das Süße im Blick haben.“ Manches Kind decke den Tagesbedarf an Zucker schon durch Fanta. Damit die Tipps zur gesunden Ernährung auch bei Kindern ankommen, bietet die Landesinitiative Beki Fortbildungen für Eltern und Erzieher an.

„Mach‘s mal“ heißt eine weitere Initiative des Landwirtschaftsamts. Kochkurse sollen auf regionale und saisonale Produkte und was Schmackhaftes aus ihnen zubereitet werden kann, aufmerksam machen.

Bei „Mittelpunkt“ aus Dießen kamen Kinder auf ihre Kosten. Der Verein, der Kurse rund ums Kind anbietet und im Geburtshaus verortet ist, beschäftigte die Kleinen mit Asphaltmalerei und Edelsteinschürfen. Nebenan lockten Schminken, Glitzertattoos und Sandbilder basteln. „Papa, der da hinten macht die kleinsten Seifenblasen der Welt“, rief ein Mädchen begeistert. Sie hatte sich von Klausi Klücklich verzaubern lassen. Der Clown mit der Seifenlauge ließ auch riesengroße Blasen und ganze Wolken aus den fragilen Kugeln durch die Luft schweben.

Die Bühne beim Altenpflegeheim lud mit buntem Programm zum Verweilen auf den davor stehenden Bierbänken ein. Zum Frühschoppen musizierte die Spielergemeinschaft der Stadtkapelle Horb mit dem Musikverein Bildechingen. Auf fetzige Tänze der Tanzschule Gayer folgte eine lautstarke Demonstration der Karatekämpfer vom Karateclub Hara.

Das Wetter machte Lust auf sommerliche Kleidung. Luftiges und Kurzes suchten die Kunden in Modegeschäften und Schuhhäusern. Drei Autohäuser zeigten die neuesten Modelle. Als Vorgeschmack auf die sommerliche Spritztour lockten zwei mit Cabrios. Wer von so viel Information und Shoppen hungrig geworden war, fand an jeder Ecke Abhilfe. Geduld brauchte jedoch, wer es auf ein Eis abgesehen hatte.

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03.04.2016, 21:30 Uhr

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