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Rottenburger Nikolausmarkt

Volle Straßen und Gassen

Der Rottenburger Nikolausmarkt lockte tausende Besucher in die Innenstadt. Abends gab es auf dem Marktplatz kaum ein Durchkommen. Örtliche Vereine sorgten für die musikalische Unterhaltung.

05.12.2016
  • Dunja Bernhard

Strahlender Sonnenschein und kühle Temperaturen: Rottenburg bot am Samstag beste Bedingungen für einen Besuch auf dem Nikolausmarkt. Bummeln, Essen und Trinken und die noch fehlenden Geschenke für Nikolaus oder Weihnachten kaufen – all das ließ sich wunderbar miteinander verbinden. Wer Mützen, Filz-Hausschuhe oder weihnachtliche Dekoartikel suchte, wurde am Stand der Familien Buchberger und Schulz fündig. Silke Schulz, leidenschaftliche Strickerin, hatte mehr Mützen gestrickt als nötig. Da kam den beiden Ehepaaren die Idee, sie auf dem Nikolausmarkt zu verkaufen. Mützen allein wäre zu wenig gewesen, also handwerkelten die Vier zusammen. Die Männer waren für das Holz zuständig, die Frauen für Kerzen und Textiles.

Der Bodelshausener Daniel Fürst bot auf dem Metzelplatz sein französisches Kokosgebäck an. Das traditionelle Rezept ist von der Uroma, von Generation zu Generation weitergegeben, erzählte er. Die Kringel sind so lecker, dass der gebürtige Franzose schon Stammkunden hat, die jedes Jahr wiederkommen. Außerdem versucht er mit seiner freundlichen Art, jedem Vorbeigehenden ein Lächeln zu entlocken.

Am Stand des Waldkindergartens sah es dieses Jahr aus wie in einer Konditorei. Eltern boten edles selbstgemachtes Gebäck nach Sorten getrennt an. So konnte sich jeder Kunde seine Tüte selbst zusammenstellen. Lichterketten aus Lampionblüten, Lerchenkränze und aus Stöcken gefädelte Weihnachtsbäume hatten die Kinder mit ihren Erzieherinnen gebastelt.

Die Klasse 9d von Sankt Klara verkaufte Plätzchen für ihre Abschlussfahrt nach Rom. Jede Schülerin brachte eine Kekssorte mit
in die Schule. In den Tüten landete das Gebäck dann gut gemischt. Bei den Zutaten achteten die Schülerinnen so weit wie möglich auf faire Herkunft, erzählte die Lehrerin.

Die 13. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums an der Beruflichen Schule feiert ihren Abiball im kommenden Jahr zusammen mit der Berufsvorbereitungsklasse. Einen finanziellen Grundstock dafür legten sie am Wochenende mit dem Verkauf von Quittengelee, Plätzchen, Waffeln und Kinderpunsch. Die Moriz-Minstranten boten auf dem Marktplatz Waffeln und Kinderpunsch – erfahrene Gottesdiensthelfer zusammen mit dem Nachwuchs. Wie die Orgelpfeifen standen sie in der Holzbude. Die Rottenburger Edelobstbrennerei Maurer bot Schoko-Chili, Bratapfel- oder Eierkirsch-Likör nicht nur in Flaschen oder erwärmt mit Sahnehaube zum gleich Verzehren an, sondern auch schokoladig umhüllt als Pralinengiggle. „Alles selbst hergestellt“, versprach Katja Maurer.

Auch das Café Kaffeewerk, das sein Geschäft an der Eberle-Brücke hat, war auf dem Marktplatz vertreten. Sie wollten auf dem Nikolausmarkt präsent sein, sagte Mitinhaberin Maren Derbogen. „Jenseits der Zehntscheuer ist nichts mehr los.“ Neben Kaffeespezialitäten – zu leicht erhöhten Preisen – gab es Glühwein
und Apfelpunsch. Jetzt vor Nikolaus werde auch viel Gebäck
und Schokoladiges mitgenommen, sagte Derbogen.

Wer ohne quengelnden Nachwuchs über den Markt schlendern wollte, konnte die Kleinen im Rathausfoyer zwischenparken. Das Bastelangebot kam dieses Jahr von der Volkshochschule. Für die
Kinder war es eine gute Gelegenheit, noch schnell ein Nikolausgeschenk für Mama und
Papa zu falten. Herzen, Tannenbäume oder Schneeflocken standen zur Auswahl.

Am Abend verbreiteten zahlreiche Lichterketten an Giebeln, Buden und Weihnachtsbaum romantische Stimmung auf dem Marktplatz. Rund um die Glühwein- und Punschstände standen die Menschen so dicht gedrängt, dass man kaum durchkam. Nikolaus und Knecht Ruprecht gingen die Geschenke im Jutesack aus; so viele Kinder waren da. Auf dem Marktplatz war beste Stimmung bis der letzte Ausschank seine Schotten dicht machte.

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05.12.2016, 01:00 Uhr

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