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Studentenbuden dringend gesucht

Volle Wohnheime und lange Wartelisten

Die Wohnheime in den Studentenstädten sind rappelvoll, doch noch haben zahlreiche Studenten keine feste Bleibe. Für manche bedeutet das: Pendeln zu den Vorlesungen - oder ab ins Notquartier.

03.11.2015
  • DPA

Stuttgart Zimmer gesucht: Viele Studenten im Südwesten sind noch nicht untergekommen. 2600 Interessenten stünden noch auf der Warteliste, sagte eine Sprecherin des Studentenwerks in Stuttgart. Die Situation sei auch zwei Wochen nach Vorlesungsbeginn angespannt. "In unseren 33 Wohngebäuden sind alle 6755 Plätze belegt."

Auch in anderen Universitätsstädten sieht es vier Wochen nach dem Semesterstart nicht besser aus: In Heidelberg stelle das Studentenwerk insgesamt knapp 4800 Wohnheimplätze zur Verfügung, sagte eine Sprecherin. Zum Wintersemester seien 1200 davon frei geworden. Beworben haben sich dafür 4300 Studenten. Derzeit stünden in der Unistadt immer noch 2400 Bewerber auf der Warteliste. Allerdings gibt es nicht von allen Bewerbern eine Rückmeldung, wenn sie eine andere Unterkunft gefunden oder doch keine Studienzulassung erhalten haben.

Notunterkünfte seien wegen der großen Nachfrage auch wieder eingerichtet, sagte die Sprecherin. Seit Eröffnung Anfang September wurden 71 Plätze in Anspruch genommen. "Ein Kommen und Gehen."

In Karlsruhe fehlen nach Angaben des Studierendenwerks noch 500 bis 1000 Plätze in Wohnheimen. Auf jeden der rund 1000 Wohnheimplätze, die pro Jahr vergeben werden können, gibt es drei Bewerbungen, sagte der Sprecher Thomas Mosthaf. Notunterkünfte gibt es in Karlsruhe aber nicht. Wer zu Semesterbeginn keine Wohnung gefunden habe, komme in der Regel erstmal bei Freunden unter oder pendele zum Studieren in die Stadt.

Einige Studenten wohnen vorübergehend auch in Hotels oder auf Campingplätzen. "Ein Problem ist, dass die meisten im Herbst kommen", sagte Mosthaf. Der Wohnungsmarkt verkrafte das nicht. Aber die Erfahrung zeige: "Langfristig bleibt keiner auf der Straße."

In Ulm studieren 14 900 Studenten an Universität und Hochschule. "Anfang des Semesters hatten wir lange Wartelisten, aber das hat sich entspannt", sagte die Sprecherin des Studentenwerks, Silke Schröder. Momentan warteten zwar noch 200 Studenten auf einen Wohnheimplatz. Aber: "Die stehen nicht auf der Straße, sondern pendeln zum großen Teil." 1533 Wohnheimplätze stehen zur Verfügung. Belegungsquote: 99,6 Prozent. "Es gibt keinen Leerstand bei uns", sagt Schröder. Privatzimmer von Vermietern werden ebenfalls vermittelt. Außerdem stellen Studenten und Hochschulmitarbeiter kurzfristig Schlafplätze über ein Online-Portal zur Verfügung. "Sowas wie ein Couchsurfing-Portal", so Schröder.

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03.11.2015, 12:00 Uhr

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