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Von wegen im Nirwana

Vollmaringen und Nagold wehren sich gegen Göttelfinger Radweg-Vorwürfe

Die Stadt Nagold und der Vollmaringer Ortschaftsrat stehen einer asphaltierten Feld- und Radwegverbindung nach Göttelfingen nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber.

08.10.2010

Vollmaringen/Göttelfingen. Der Göttelfinger Ortschaftsrat hatte sich in seiner Sitzung am vorletzten Montag und tags drauf der Eutinger Gemeinderat mit dem Radweg befasst, nachdem seitens Nagold und Vollmaringen sowohl die von Eutingen vorgeschlagenen Trassenführungen als auch die Asphaltierung abgelehnt worden waren. Eutingen erklärte seinen Verzicht auf die Asphaltierung des Teilstücks auf Göttelfinger Gemarkung. Daniel Steinrode, Ortsvorsteher in Vollmaringen und Gemeinderat der Stadt Nagold, hat dazu noch Erklärungsbedarf.

Es sei richtig, dass die Stadt Nagold und der Ortschaftsrat Vollmaringen dem Bau einer Feld- und Radwegeverbindung ab der K 4717 am Rande und durch ein FFH-Gebiet hindurch nicht zugestimmt, sondern sich für eine Alternative auf einem bestehenden Weg durch den Tannenwald ausgesprochen hat. Die Stadt Nagold favorisiere diese Wegeführung, da diese den geringeren Eingriff in den Naturhaushalt und – unabhängig von Fragen des Belags – die günstigere Lösung darstellt. Auch die Anbindung an das Göttelfinger Wegenetz ist gut realisierbar. „Diese Trasse entspricht voll dem Willen des Nagolder Ortschaftsrates“ so Steinrode.

Der Finanzbürgermeister der Stadt Nagold, Johannes Arnold, erklärt in einer Pressemitteilung, dass man sich „bei voller Unterstützung“ durch den Nagolder Oberbürgermeister Jürgen Großmann „in einem guten Gespräch“ mit Vertretern der Gemeinde Eutingen auf diese Variante verständigt habe. Bei diesem Gespräch im Beisein von Vertretern des Ortschaftsrates Vollmaringen sei man auch überein gekommen, den Weg zunächst mit Splitt oder Schotter auszubauen – was einen späteren Asphaltbelag keineswegs ausschließe.

Die Frage einer durchgehenden Asphaltierung sei also nicht endgültig verneint worden, sondern könne zu einem späteren Zeitpunkt wieder thematisiert werden. Dies sei auch der Wunsch und das Ziel des Vollmaringer Ortschaftsrates, unabhängig von der Trasse. Dies könnte im Zuge der Flurbereinigung Baisingen oder – wie der Bürgermeister von Eutingen, Armin Jöchle, meinte – eventuell zusammen mit einem später geplanten Ausbau der Kreisstraße K 4717 erneut zur Diskussion stehen.

Somit könne man nicht davon sprechen, dass Bürger, die von Göttelfingen oder Vollmaringen aus die künftige Fuß- und Radwegeverbindung zwischen den beiden Orten nutzen, im Nirwana landen würden (wie es der Göttelfinger Ortschaftsrat Anton Raible formuliert hatte) oder dieser Weg gänzlich nur schlecht nutzbar wäre. „Schließlich eignen sich auch gesplittete, ungeteerte Wege hervorragend zum Radfahren oder Spazieren, selbst mit Kinderwagen. Nicht ohne Grund findet man Wege solcher Art auch in vielen Bereichen von Gartenschauen“, so Steinrode und Arnold.

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08.10.2010, 12:00 Uhr

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