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Blockierte Betriebsrats-Arbeit

Volz mahnt Betriebsräte ab

Zum „Offenen Dialog“ der IG Metall mit Oberbürgermeister Peter Rosenberger kamen führende Betriebsräte von fünf der sechs eingeladenen Firmen – Vertreter von Filter-Volz fehlten. Der Betriebsrats-Chef war krank und seine Stellvertreterin „hat sich schlicht nicht getraut“, wie der Freudenstädter IG-Metall-Chef Reiner Neumeister sagte.

10.09.2010

Die Frau habe erst vor ein paar Tagen eine Abmahnung erhalten, die in Bezug zu ihrer Betriebsrats-Arbeit stehe. Gewerkschaftssekretär Robert Schuh: „Ich bin mir nicht sicher, ob Manfred Volz weiß, was sein mittleres Management anstellt.

Auf dieser Ebene hat sich eventuell etwas verselbständigt.“ Oberbürgermeister Peter Rosenberger: „Es kann nicht sein, dass eine gewählte Vertreterin in einer Firma heute Angst haben muss. Das ist schlecht.“ Er sei sich sicher, dass die Familie Volz das auch wisse. „Sie tut sich keinen Gefallen damit. Das ist nicht zukunftsfähig.“

Junior-Chef Rainer Volz und der Kaufmännische Leiter Thomas Erath wollten sich gestern auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE nicht zu den Gründen der zwei Abmahnungen äußern – betroffen ist noch ein zweiter Betriebsrat. Erath beteuerte allerdings, „dass uns nach wie vor sehr viel an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat liegt“.

IG-Metall-Chef Neumeister hat Oberbürgermeister Rosenberger im „Offenen Dialog über die demokratischen Strukturen in den Horber Betrieben“ kritisiert, weil er sich bei der Gründung der Manfred-Volz-Stiftung im Namen der Stadt für das negative Bild entschuldigt hatte, das in der Öffentlichkeit von dem Unternehmer gezeichnet worden sei. Neumeister betonte, dass die demokratische Teilhabe ein elementarer Bestandteil in der Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung sei. „Wer die Betriebs-Demokratie nicht akzeptiert und den Eindruck erweckt, die Betriebs-Demokratie sei ablehnungsfähig, der stellt sich außerhalb der demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.“

Peter Rosenberger betonte, dass er nicht nur Oberbürgermeister der Arbeitnehmer, sondern auch der Geschäftsführer sei. „Wir reden von einem Mitbürger der Stadt Horb, der seine Verdienste hat, der große Fehler macht.“ Der OB sagte, er stecke deshalb oft „in der Zwickmühle“. Dass seine Äußerung über Manfred Volz bei der Stiftungs-Gründung Anlass für den „Offenen Dialog“ am Mittwoch gewesen ist, darauf wäre Rosenberger gerne im Vorfeld hingewiesen worden. „Wir drehen jetzt in der vertrauensvollen Zusammenarbeit eine kleine Ehrenrunde.“

Andreas Ellinger

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10.09.2010, 12:00 Uhr

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