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Formel 1

Vom Champion zum Sorgenkind

Lewis Hamilton machen die Niederlagen gegen Nico Rosberg schwer zu schaffen.

11.10.2016
  • DPA

Suzuka. Auf die angesetzte Teamparty nach dem vorzeitigen WM-Triumph bei den Konstrukteuren dürfte der schlecht gelaunte Lewis Hamilton ebenso wenig Lust verspüren wie auf das schnelle Wiedersehen mit Überflieger Nico Rosberg. Der stetig wachsende Rückstand in der Weltmeisterschaft hat den Titelverteidiger vor den letzten vier Saisonrennen in ein Frustloch stürzen lassen.

„Er muss jetzt zur Ruhe kommen und sich sammeln“, mahnte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Superstar Hamilton droht im Saison-Endspurt zum Sorgenfall für den Branchenführer zu werden. Der 31-Jährige spürt, dass ihm nach zwei WM-Titeln mit den Silberpfeilen diesmal Teamkollege Nico Rosberg auf und davon fährt. „Das Wochenende hat eine Seite von Hamilton offenbart, die man zuvor selten gesehen hatte: verletzlich, die Niederlage hinnehmend und wissend, dass er diesmal am Ende nur Zweitbester sein wird“, schrieb die britische Zeitung „The Independent“.

Seine Scharmützel mit den Heimat-Medien am Rande des Rennens in Suzuka kosteten Hamilton Sympathien und auch Energien. Und das ausgerechnet in Japan, dem Land der guten Manieren, hinterließ der Brite bisweilen den Eindruck eines bockigen Kindes. „Es gibt ja nicht viel, was ich an den Dingen ändern kann, die in diesem Jahr passiert sind“, sagte der dreimalige Weltmeister.

Offensichtlicher Kontrast

Der Kontrast zwischen den beiden Mercedes-Piloten in diesem Jahr war noch nie offensichtlicher als in diesen Tagen. Rosberg lässt sich von keinem Nebengeräusch mehr ablenken und hat in seinem persönlichen Titeltunnel die Schwächen der Vorjahre konsequent abgestellt. Vier der fünf Rennen nach der Sommerpause gewann der Wiesbadener.

Bei einem Rückstand von 33 Punkten muss Hamilton von jetzt an darauf hoffen, dass Rosberg patzt oder ein technisches Problem hat. Ansonsten würden ihm nicht einmal vier Siege noch zum Titel reichen. Und doch kann Rosberg sich auch nach neun Saisonsiegen noch immer nicht sicher fühlen. „Ein Ausfall und der andere holt 25 Punkte, dann ist die WM wieder offen“, rechnete Teamchef Wolff auf dem Heimflug dem schwermütigen Lewis Hamilton vor. dpa

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11.10.2016, 06:00 Uhr

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