Sulz/Dürrenmettstetten · Parteien

Vom Milchpreis und mutigen Jungbauern

Bundestagskandidatin Maria-Lena Weiss informierte sich über Landwirtschaft.

21.09.2021

Von NC

Schwarz beziehungsweise Weiss trifft Schwarz: Maria-Lena Weiss, CDU-Bundestagskandidatin, schaute sich in Dürrenmettstetten die Wasserbüffel auf dem Hof Steinwand an. Privatbild

Beim Thementag „Landwirtschaft, gesunde Ernährung, ländlicher Raum“ in Sulz wurde CDU-Bundestagskandidatin Maria-Lena nahezu mit der gesamten Palette dieses vielfältigen Bereichs konfrontiert. Der ehemalige Ortsvorsteher von Dürrenmettsteten, Robert Trautwein und sein Nachfolger Siegfried Dölker hatten für die CDU-Politikerin aus Mühlheim an der Donau ein straffes Programm zusammengestellt.

Waren beim Stand auf dem Wochenmarkt in Sulz noch Themen wie die Sicherstellung der Rente für die nächsten Generationen und Unverständnis über die Zurückweisung der Spende von Heckler & Koch für die Flutopfer auf der Agenda für etliche Bürger, so zeigte das Gespräch mit Werner Dölker auf dessen Hof die Sorgen eines Landwirts. Ein Thema war der Milchpreis. Die Vorstellungen hinsichtlich der Frage, wie eine von dem Landwirt geforderte Mengenreduzierung verwirklicht werden soll, klafften dabei auseinander. Die Debatte warf die grundsätzliche Frage auf, ob nicht doch der Markt für die Regelung der bessere Weg sei als ein planwirtschaftliches Vorgehen. Dölker legt die Wiedereinführung der verabschiedeten Milchquote ab.

Beim Rundgang präsentierten Trautwein und Dölker nicht ohne Stolz die neu entstehende Ortsmitte und den dort im Bau befindlichen Gemeinschaftsraum für die Dürrenmettstetter.

Die Besichtigung des Bioland-Hofs Frey mitsamit dem Hofladen sowie des Hofladens des Büffelhofs Steinwand lenkten den Blick und die Gespräche auf erfolgreiche, aber auch sehr herausfordernde Geschäftsmodelle. Die Landwirte berichteten, dass Kunden sich beschwert hätten, weil manche Produkte in Plastikbehältern angeboten werden. Eine papierene Verpackung sei nicht möglich, erklärten die Bauern.

Fast nichts ist möglich ohne Hindernisse, und nur mit Mut und dem Willen zum Anpacken geht’s. „Es war ein großes Wagnis“, erinnerte sich Robert Trautwein an die Anfänge von Tatjana und Markus Steinwand, als die jungen Landwirte vor gut zehn Jahren den Wasserbüffelhof gründeten. Im Hofladen und an einem Automaten gibt es Käse aus der hofeigenen Käserei und Wurst der Büffel. Mehr als 120 Tiere halten Steinwands aktuell in Dürrenmettstetten. Derzeit treibt die Tierhalter um, wie es mit dem auf der Kippe stehenden Schlachthof in Rottenburg weitergeht.

Der Büffelhof ist eine der Attraktionen von Dürrenmettstetten, eine weitere ist der Aussichtsturm: Ein Anziehungspunkt für viele aus der näheren und weiteren Umgebung. Weiss erfuhr zum Abschluss des Thementages, wie 1

der Turm und das vor drei Jahren fertiggestellte Blockhaus der Natur- und Wanderfreunde entstanden sind: Mit „Leader“-Fördermitteln und viel Eigenleistung. Für einen Gang auf den Aussichtsturm blieb wegen des straffen Zeitplans keine Zeit, Maria-Lena Weiss versprach jedoch, dies beim nächsten Besuch in Dürrenmettstetten nachzuholen.

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Erstellt:
21. September 2021, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
21. September 2021, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. September 2021, 01:00 Uhr

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