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Gluzger seit 30 jahren dabei: Dixieland mit Schluckauf

Vom Neckarfest bis nach New Orleans

Dixieland-Jazz mit schwäbischen Mundart-Texten: Das ist seit 30 Jahren das Erfolgsrezept der Rottenburger Gluzger-Band.

22.10.2008
  • michael hahn

Rottenburg.Von Knoblauch bis Caipirinha reichen die Titel auf der Geburtstags-CD „Beschd of 30 Jôhr Schwôbajazz“ – und damit ist die weltoffene Neugier der sechsköpfigen Schwaben-Combo schon angedeutet. „Gluzger“, rottenburgisch für „Schluckauf“, nannte sich Anfang der 1970er Jahre ein Stammtisch im damaligen Café Springer (der heutigen Brunnenstube). Doch zwischendrin mussten die Herren auch mal an die frische Luft, und so entstand die – laut Gluzger-Historie – erste Rottenburger Fasnetskapelle. 1978 sattelten die Musiker auf Dixieland-Jazz mit schwäbischen Mundart-Texten um: Der Beginn einer 30-jährigen Erfolgsgeschichte.

Nur noch zwei Gründer sind aktiv

Von der Gründungscombo sind heute nur noch Rainer Ruf (Trompete) und Rupert Leger (Banjo) aktiv. Daneben gehören auch Jupp Horvath (Sousaphon), Claus Nopper (Posaune), Matthias Hans (Klarinette, Sax) und Ralf Nopper (Schlagzeug) zu der klassischen sechsköpfigen Dixieland-Formation. 1992 nahmen die Gluzger ihren ersten Tonträger auf; die Musikcassette „Bierjazz live“ war lange Zeit vergriffen und wurde erst vor zwei Jahren digitalisiert. Die brandneue 30-Jahre-CD ist nun schon die siebte Produktion der Gruppe.

Viel herumgekommen sind die Gluzger; schon fünf mal reiste man mit großer Entourage nach New Orleans, zur Wiege des Jazz. Selbst in Rio de Janeiro sind die Rottenburger Schwôbajazzer schon aufgetreten. Durchschnittlich 25 Auftritte absolvieren die sechs Musiker jedes Jahr; in den Sommermonaten spielen sie fast jede Woche irgendwo – sei es bei Betriebsfeiern, sei es bei großen Jazzfestivals.

In ihrer Heimatstadt dagegen sind die Gluzger nur selten zu hören – mal abgesehen von ihrem jährlichen Pflicht-Gig beim Neckarfest und vom „Azventskranzkeezajazz“ in ihrem neuen Stammlokal, dem „Hirsch“. Am kommenden Samstag um 19 Uhr nun kann man die Gluzger mal wieder in Rottenburg hören; beim großen Geburtstagskonzert im Haus der Bürgerwache.

„Musik und Smalltalk“ sind angesagt, wobei die sechs Musiker nicht nur auf der Bühne stehen und sitzen wollen, sondern sich auch unter die Zuhörer mischen. Rainer Ruf: „Wir ästimieren das Publikum.“

Vom Neckarfest bis nach New Orleans
In den 1970-er Jahren probten die Gluzger noch in der Backstube von Rainer Ruf (links). Zur Gründungsbesetzung gehörten außerdem: Carlo Wenzel, Kurt Wettemann und Josef Daub (hinten von links) sowie Ralf Wettemann und Rupert Leger (vorne).

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22.10.2008, 12:00 Uhr

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