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Notariat

Von Bodelshausen nach Böblingen

Das Grundbuchamt in Bodelshausen, das auch zuständig ist für Ofterdingen, wird im nächsten Jahr aufgehoben. Der Bezirk wird dann dem Amtsgericht Böblingen zugewiesen.

24.11.2016
  • sw

Mit der Reform des Notariats- und Grundbuchwesens in Baden-Württemberg zum 1. Januar 2018 fallen alle staatlichen Notariate und etliche Grundbuchämter weg. So wird auch das Grundbuchamt beim Notariat Bodelshausen, zuständig auch für Ofterdingen, am 15. Mai nächsten Jahres aufgehoben. Der Bezirk wird dem Amtsgericht Böblingen zugewiesen. Anstelle der bisherigen über 600 Grundbuchämter soll die Grundbuchführung an 13 Standorten in Baden-Württemberg konzentriert werden.

Für die Gemeinde sei es jedoch möglich, eine Grundbucheinsichtsstelle einzurichten, wo die Bürger in alle elektronischen Grundbücher des künftig zuständigen Amtsgerichts Böblingen Einsicht nehmen könnten. Wäre dies der Fall, müsste die Gemeinde aber einen Ratsschreiber bestellen. Und sämtliche anfallenden Kosten seien von der Gemeinde zu tragen. „Ich kann bis heute nicht verstehen, dass das Land das Amt aufgibt“, betonte Bürgermeister Joseph Reichert am Dienstagabend im Gemeinderat.

Weder die Stadt Mössingen noch die Gemeinde Bodelshausen hätten eine Grundbucheinsichtsstelle beantragt. „Wir haben noch überlegt“, sagte Reichert, „ob wir den Antrag innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft stellen sollen. Aber es sind ja alles Kosten. “

Die Ofterdinger werden künftig ihre Grundbuchauskünfte in Böblingen erhalten, erklärte Hauptamtsleiter Alexander Schwarz. Da ohnehin der überwiegende Teil der Auskünfte auf elektronischem Weg beantragt werde, sei das zumutbar. Die Ofterdinger Verwaltung schlug vor, die Grundbucheinsichtsstelle nicht einzurichten. Der Gemeinderat stimmte mehrheitlich mit zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme von Martin Lutz (CDU) zu.

Er fand es „schade“, dass die Einrichtung auch innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft nicht zustande komme. Er verwies auf die Kleinparzellierungen, „das sind ein
paar Tausend im Ort“, und die damit befassten, „vorwiegend älteren
Leute“. Martin Lutz forderte, man sollte in der Region noch einen Ansprechpartner haben. Eine Zentralisierung jetzt schon umzusetzen, sei verfrüht.

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24.11.2016, 01:00 Uhr

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