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Von Löwen und Lämmern

Alles in allem scheint George W. Bush das kleinere Übel zu sein als Robert Redford.

Alles in allem scheint George W. Bush das kleinere Übel zu sein als Robert Redford.

LIONS FOR LAMBS
USA

Regie: Robert Reford
Mit: Robert Redford, Meryl Streep, Tom Cruise, Michael Peña

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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24.11.2015
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Die Kriege im Irak und in Afghanistan haben im amerikanischen Volk kaum noch Rückhalt. George W. Bush gilt laut Umfragen als einer der unbeliebtesten Präsidenten aller Zeiten. Und da kommt Robert Redford, der gute Mensch aus Utah, und tritt auch noch mal kräftig auf den am Boden liegenden Gegner. Mutig, mutig.

Damit jeder die Botschaft begreift, ist „Von Löwen und Lämmern“ aufgemacht wie ein Lehrfilm für die Volkshochschule. Abwechselnd verfolgen wir zwei inszenierte Streitgespräche. Ein kriegerischer Senator will einer Journalistin aufschwatzen, dass man jetzt endlich die richtige Militärstrategie gegen die Taliban in petto habe; die Reporterin ist skeptisch, geht aber doch lieber mit der mutmaßlichen Lüge auf Sendung.

Zweitens versucht ein alter Professor (Redford selbst), seinen von Politik angeekelten Studenten mit altväterlichem 68er-Gestus davon zu überzeugen, dass es sich trotz alledem für die Verbesserung der Welt zu kämpfen lohnt. Dazwischen geschnitten sind in irgendeinem Hollywood-Sandkasten gedrehte Szenen vom Afghanistan-Feldzug: zwei junge Soldaten, die sich mit besten Absichten zum Krieg gemeldet haben, werden gnadenlos verheizt.

Über Redfords Argumente könnte man trotz ihres pastoral verheulten Tonfalls ja noch diskutieren – kaum mehr aber über das kübelweis drübergegossene Pathos zugunsten des einfachen, aufrechten Amerikaners, der von seiner Führung belogen und betrogen wird. Demnach sind die Leute drüben ja noch blöder, als der deutsche Antiamerikaner in seinen kühnsten Träumen vermutet.

Typisch ist der Film für die Verrenkungen der Liberalen, die Musterpatrioten sein wollen und sich zugleich permanent dafür schämen. Und die jetzt Clinton oder Obama zujubeln und sich in zwei Jahren wundern, dass alles beim Alten geblieben ist.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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18.11.2007

12:00 Uhr

Stan schrieb:

Der Film fällt bei mir (fast) glatt durch. Von Robert Redford hatte ich mir erwartet, als dieses zähe Werk... Da freut man sich bereits auf den Präsidentschaftswahlkampf 2008 in den USA...



13.11.2007

12:00 Uhr

Moritz D schrieb:

Eine sehr undifferenzierte Kritik, die meilenweit hinter der Komplexität der mittlerweile in Amerika geführten Debatte zurückbleibt. Gerade angesichts dessen, dass auch deutsche Soldaten in Afghanistan sind und deswegen einige der im Film diskutierten Fragen auch uns betreffen, hätte ich mir eine präzisere Bewertung erhofft.



12.11.2007

12:00 Uhr

Benjamin Piel schrieb:

Ein Film mit Botschaft, der beweist, dass es zweierlei ist, krawattentragend vom Schreibtisch aus den Krieg zu strategisieren oder an der Front sein Leben zu riskieren. Leider die Moral den Zuschauer recht schwerfällig. Hauptkritikpunkt jedoch: Der Film hat kein Kinoformat. Er ist ein solider Fernsehfilm. Mehr nicht.



12.11.2007

12:00 Uhr

cab schrieb:

Ich kann den cynicismus der Tagblatt Kritiker garnicht mitteilen.
Ich fand der Film sehr wirklichkeitsnah und hervoragend gespielt



08.11.2007

12:00 Uhr

L.Ron Hubbard schrieb:

Ihr gehorcht mir - schaut euch diesen Film an - großartig - Besonder Tomboy :()



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