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Von den Mammutbäumen bis zum Blind-Date-Abo
Das Autorenteam des neuen Stuttgart-Führers: Annik Aicher, Jens Bey und Karin Wiemer ( v.li.). Foto: Mairdumont
Stadtführer

Von den Mammutbäumen bis zum Blind-Date-Abo

Der „Stuttgart“-Guide listet bereits in der 14. Auflage Besonderheiten der Landesmetropole auf.

05.11.2016
  • Barbara Wollny

Stuttgart. Einen Reiseführer über die eigene Stadt zu verfassen, ist keine einfache Aufgabe. Schließlich ist der Leser ja selbst Experte. Der neue „Marco Polo“-Cityguide „Stuttgart für Stuttgarter“ 2017 verkauft sich trotzdem gut, er ist nun schon zum 14. Mal neu aufgelegt worden – verantwortlich ist der Mairdumont-Verlag mit Sitz in Ostfildern. „Er ist fast so stark gefragt wie der Cityguide Berlin“, sagt Brigitte Kehl von der Verlagsgruppe Dumont, dem Marktführer für Reiseliteratur in Deutschland.

Autor Jens Bey ist zu einem überzeugten Stuttgarter geworden. Er lebt und arbeitet mittlerweile mehr als 20 Jahre in der Stadt. „Stuttgart hat bei manchen immer noch ein Langweilerimage und neigt selbst dazu, sein Licht unter den Scheffel zu stellen. Aber es lohnt sich, hier auf Entdeckungstour zu gehen. Man findet wunderschöne Ecken und Erlebnisse.“

Insiderwissen

Für den 250 Seiten starken Stuttgart-Band hat sich Autor Bey professionelle Verstärkung geholt. Eine Shopping- und eine Gastroexpertin haben Adressen überprüft und beigesteuert. Rund 25 Prozent des Inhalts sind in der Ausgabe 2017 neu, so schnell ändert sich eine Stadt. Natürlich werden die touristischen Klassiker und Highlights der Landeshauptstadt vorgestellt wie Neues- und Altes Schloss, Wilhelma, Markthalle oder Fernsehturm. Besonders interessieren aber die sogenannten Insidertipps. Schon der erste ist nicht übel. Statt einer Tageskarte für sieben soll man gleich die Fernsehturm-Jahreskarte für 25 Euro erwerben. Und wer kennt schon die Stauffenberg-Erinnerungsstätte im Alten Schloss oder das Blind-Date-Abo im Alten Schauspielhaus?

Kletterern werden die Hessigheimer Felsengärten im nahen Kreis Ludwigsburg empfohlen, Mountainbikern die Downhillstrecke, die von Degerloch in den Kessel führt. Für Spaziergänger empfiehlt sich die Wernauhalde im Süden, in der die Mammutbäume von König Wilhelm schon eine beachtliche Höhe erreicht haben oder eine alternative Stadtführung mit Verkäufern der Obdachlosenzeitung Trottwar, die die Stadt aus ihrer Sicht zeigen.

Den Schwerpunkt bieten Einkaufs- und Ausgehadressen. „Wir achten bei der Auswahl auf Grün und Fair“, sagt Autor Bey. Und so lernt man Lädchen wie „Wiederbelebt“ kennen, wo aus Altkleidern Neues entsteht, einen Secondhand-Laden, der sich auf gebrauchte schottische Möbel spezialisiert hat, oder „Schüttgut“, in dem Lebensmittel wie Nüsse oder Nudeln offen angeboten und in mitgebrachte Gefäße abgefüllt werden.

Gastrotipps auf 50 Seiten

Als besonders hilfreich zeigt sich der Cityguide, wenn es darum geht, ein passendes Restaurants zu finden. Auf 50 Seiten werden angesagte Lokale, Kneipen und Bars vorgestellt. Hier zahlt sich aus, dass das Buch jährlich aktualisiert wird. Eine Empfehlung, wie man sich am besten umweltverträglich im feinstaubgeplagten Kessel von A nach B bewegt, runden die Stadtinfos ab. Fazit: Gut strukturierte Über- und Einblicke als Anregung für Unternehmungen in Stuttgart. Und das für 13,99 Euro.

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05.11.2016, 06:00 Uhr

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