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Erst keine Schule, dann keine Halle

Von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart: 100 Jahre Gutermann-Grundschule / Von Agnes Müller

HORB. In „100 Jahren Grundschule Horb“ hat sich nicht nur baulich, sondern auch zeitgeschichtlich viel ereignet. Agnes Müller geht im Folgenden auf die Horber Schulgeschichte in Verbindung zu gesellschaftlichen und politischen Ereignissen ein.

24.07.2004

Mit dem Lebensbereich Schule hat jeder seine Erfahrungen gemacht und folglich hat auch jeder ein Stück Schulgeschichte erlebt. Nach 100 Jahren Gutermann-Grundschule weiß allerdings niemand mehr aus eigener Wahrnehmung, wie die Schul-Situation in der Anfangszeit der Horber Grundschule ausgesehen hat. Hierzu eine Beschreibung aus dem Realkatalog des katholischen Lehrerverbands der Volksschulen Württembergs, gedruckt im Jahre 1907 von der Horber Buchdruckerei Christian. Es handelt sich um eine Stellenbeschreibung für Lehramtsbewerber für das Oberamtsstädtchen Horb das seinerzeit 2491 Einwohner zählte:

„Malerisches, am Neckar gelegenes Städtchen, fast ganz von Bergen umrahmt und zum großen Teil an einen schmalen, steil abfallenden Bergrücken angelehnt, Straßen und Gässchen sind daher teilweise stark abschüssig und zur Winterszeit nicht ohne Gefahr zu begehen.

Das Schulhaus, 1904 erbaut, hat eine schöne ruhige Lage zwischen der Neuen Straße und dem Alten Gottesacker. Alle Schulzimmer sind gegen Norden hell und freundlich, alle Lokale 3,50 Meter hoch. Die Schule hat eine Niederdruckdampfheizung; das heißt ein zentrales Heizsystem, im Gegensatz zu den üblichen so genannten Salon-Öfen, die Lehrer selbst beheizen mussten.“

Es war sicher ein verlockendes Angebot für die damalige Zeit, in neuen Backsteinbau zu unterrichten. An der Schule wirkten Schulvorstand Scheel und die Lehrer Dürr, Lipp, Blank und Jutz. Bis zum Baujahr 1904 hatte die Stadt kein eigenes Gebäude für alle Schüler. Weil Schulgeschichte aber nicht nur Gebäudegeschichte ist, sondern von der Zeitgeschichte geprägt ist, versteht es sich, die Jahrhundertwende ab der Gründung des Kaiserreichs zu betrachten, mit der eine stärker militärisch geprägte Ära beginnt.

Es war bereits im Jahre 1872: Horb zählte 245 Volksschüler, als in einer Bezirksschul-Versammlung der Schul-Inspektorate Horb und Eutingen im Horber Rathaussaal darüber beraten wurde, ob das Turnen in den Volksschulen eingeführt werden soll. Elf Jahre später, am 8. Juni 1883, erschien ein neuer Erlass des Katholischen Kirchenrats „Zur Anweisung und Erteilung des Turnunterrichts“. Aufgrund der pädagogischen Bedeutung wurden die Ortsschulbehörden angewiesen, die erforderlichen Beschlüsse zu fassen. Leibesübungen wurde nur für Knaben ordentliches Lehrfach. Sie beschränkten sich auf Ordnungs-, Gelenk-, Lauf-, und Marschübungen die den Charakter des Exerzierens hatten.

Der Turnverein Horb legte, unterstützt von den Brudervereinen in allen Teilen Deutschlands, den Grundstein zu einem Turnhallenbau. Schon Monate vor deren Fertigstellung im Jahre 1891 hieß es: „Groß und weit wird sie sich erheben, hoch und hell, ein Tummelplatz für die Jugend, eine Pflegestätte des deutschen Turnens.“ Bald stellte sich aber heraus, dass es mit dem Turnen der Jugend in der Freizeit im Argen lag. Den Hauptgrund sahen die Turnväter in der Bequemlichkeit der Jugend und in deren Hang zum Ungebundensein.

Ganz anders sah es an der Horber Volksschule aus, nachdem Turnen für Knaben den Rang eines ordentlichen Lehrfaches bekam und eine Turnstätte bestand. In Hauptkonferenzen führten Horber Turnlehrer unter dem Horber Bezirksschulinspektor Ginter mit ihren Turnschülern beachtenswerte Lehrproben vor, die anfänglich noch den Charakter des Exerzierens hatten.

In einer Schulvisitation im Jahre 1894 – also noch vor dem Schulbau – war außer den bereits erwähnten Übungen auch Weit- und Hochsprung, Klettern und Seilziehen sowie der Barren angesagt. Der Visitator war voll des Lobes über die Leibesertüchtigungen in Horb sowie das beeindruckende Referat des Turnlehrers Mayer zu Ehren des Deutschen Lehrertags in Stuttgart. Für seine Verdienste und anerkennenswerten Leistungen in Erteilung des Turnunterrichts wurde er vom Königlichen Katholischen Kirchenrat mit einer Prämie bedacht.

Das neu eingerichtete Unterrichtsfach erlebte seinen Aufschwung und die Unterrichtsqualität und -versorgung fiel in Horb zu aller Zufriedenheit aus, zumal der Turnplatz – das Areal zwischen der neu errichteten Turnhalle und der Druckerei Christian – auch die Möglichkeit für Sport im Freien bot.

Schule in unhaltbarem Zustand

Bei einer Bezirksversammlung der Inspektorate Horb und Eutingen am 27. Juli 1879 im Horber Rathaussaal referierte Oberamtsarzt Dr. Scheef über die im vergangenen Jahr stattgefundenen Schulraum-Visitationen in sechs Gemeinden. Nach seinen Ausführungen waren die Räume überall, mit Ausnahme von Horb, in Ordnung.

Seinerzeit waren die Horber Schüler im „Oberen Spital“ eingemietet. Auf stiftungsrätlichen Beschluss wurde im Jahre 1837 das Gebäude, das bis zum Erwerb des Franziskanerklosters die Spitaliten beherbergte und zuletzt Wohnung und Kanzlei der Spitalverwaltung war, zur Schule für fast alle Schularten angemietet. Ausgenommen war die Lateinschule, die an die Kaplanei gebunden war und in St. Johann und Heilig Kreuz unterrichtet wurde. 1838 wurde das Gebäude feierlich von der Schuljugend bezogen.

Nahezu 50 Jahre später, im Jahre 1882, wurden sämtliche städtischen Lokale mit Weißnerarbeiten aufgefrischt, so auch das „Obere Spital“. Doch noch vor der Jahrhundertwende, im Mai 1899, stand das Gebäude wiederum im Visier des Ministeriums. Veranlasst durch eine außerordentliche Visitation der Volksschule durch Regierungsrat Vogt aus Stuttgart kam die „Schulhausfrage“ wegen Unzulänglichkeit der Lokale ins Gespräch. Nach dem Urteil des Visitators entsprachen die Schullokale in keinster Weise den Anforderungen. Die Oberschulbehörden wurden seinerzeit von den Ministerien angewiesen, tunlichst auf die Abhilfe von Missständen hinzuwirken.

Nun kommt hinzu, dass – im Zuge der industriellen Entwicklung – dem Bedürfnis von Industrie und Gewerbe entsprechend 1853 in Horb eine gewerbliche Fortbildungsschule gegründet wurde. Neben der Lateinschule wurde nun auch eine Schule mit Realfächern wie Schreiben, Zeichnen und Geographie gefordert. Dies führte zur Einrichtung der Horber Realschule im Jahre 1865.

Mit der Gründung dieser Schule verschlechterten sich die Schulraumverhältnisse zunehmend. Wegen ansteigender Schülerzahlen durch Zuwanderung der Landbevölkerung in die Stadt mussten die Realschüler mit zwei Klassen im Alten Kaufhaus unterrichtet werden, das bis zum Jahr 1838 die Volksschüler beherbergte. Notgedrungen fassten die bürgerlichen Kollegien im August des Jahres 1899 unter Stadtschultheiß Erath den Beschluss, die Erbauung eines Volks- und Realschulgebäudes in den nächsten Jahren in Ausführung zu bringen. Es folgte eine jahrelange Suche nach einem geeigneten Bauplatz.

Im Januar 1902 traf in Horb der Königliche Katholische Medizinalrat Scheuerlen aus Stuttgart ein, um ein Gutachten zu erstellen. Erst als dieser am alten Horber Friedhof keinen Hinderungsgrund für einen Schulneubau sah, beschlossen die Horber Stadträte den Bau der Volks- und Realschule und ließen den Friedhof sodann in die Starzelbachgärten verlegen. Bis spätestens am 1. März 1903 mussten die Grabsteine entfernt sein. Baurat Knobloch aus Stuttgart überprüfte die Pläne, die im Januar des Jahres vom bautechnischen Berater der Stadt namens Schleicher und von Stadtschultheiß Noll unterzeichnet wurden. Baurat Knobloch aus Stuttgart sorgte auch dafür, dass die Pläne „tunlichst bald reaccordiert“ wurden. Im September 1903 war das Projekt im Rohbau fertiggestellt. Nach einem halben Jahr, am 23. September 1903, wurde Richtfest gefeiert. Der Bauaufwand betrug seinerzeit 123 000 Mark. Die erforderlichen Mittel sollten durch Aufnahme eines Kredits in 70 Jahresraten wieder abbezahlt werden.

Am 17.Mai 1904 wurde das Gebäude feierlich mit der Schuljugend eingeweiht. Horb hatte an diesem Tag ein Doppelfest. Es war ein Fest, wie es Horb bis dahin noch kaum gesehen hatte. Tags darauf war in der Presse zu lesen: „Schulhausbau, Neckarkorrektion und die damit in Verbindung stehenden Straßen- und Eisenbahnbrückenbauten waren das Werk des leitenden Oberbaurats Richard Leibbrand aus Stuttgart. Für seine Verdienste verlieh ihm die Stadt bei der Einweihungsfeier die Ehrenbürgerrechte.“

Das Schulhaus bot Platz für fünf Volksschulklassen sowie für zwei Realschulklassen und vier Zeichensäle im oberen Stockwerk. Da das Kunsthandwerk florierte, wurde besonderen Wert auf Zeichenunterricht gelegt. Honoratioren wie die Bildhauer Klink und Hausch, Oberamtsbaumeister Bezler und Stadtbaumeister Theilacker wirkten nebenamtlich als Zeichenlehrer an der Gewerbeschule.

Am 1. Dezember 1900 wurde in Horb die Frauenarbeitsschule eingerichtet als eine dem Gemeinderat unterstellte Anstalt, die jedoch der Oberaufsicht der Königlichen Kommission für die Gewerblichen Schulen unterstand. Als zur Neueröffnung der Schule auch die evangelische Elementarklasse das Oberamtsgebäude verließ und hier einzog, stellte auch die Israelitische Oberkirchenbehörde in Stuttgart am 4. Januar 1904 einen Antrag auf ein Schullokal im Neubau. Die Reserven waren jedoch schon erschöpft.

Kaum gebaut, schon zu klein

Schon zwei Jahre nach Fertigstellung war die Schule von räumlichen Miseren geplagt. Im Jahre 1906 verwandelte ein Gesetz die seit 1853 bestehende freiwillige Fortbildungsschule in eine Gewerbeschule. Es bestand dann Schulpflicht. Das bedeutete, dass der Unterricht auf die Wochentage verlegt werden musste. Dies hatte wiederum zur Folge, dass weitere Schulsäle benötigt wurden. Im Verlauf der darauffolgenden Jahre erfolgten ständige Klassenverlegungen, um Engpässe zu überwinden. Das Lehrerzimmer wurde zeitweilig für die Berufschule genutzt, in Schulräume wurden zum Teil Trennwände eingezogen.

Im Jahre 1920 wurden Latein- und Realschule zusammengelegt und unter einem Vorsteheramt geführt. Zusätzliche Lehrstellen und Schulsäle waren dadurch gefragt. So konnte in den 20er Jahren als Notlokal nur noch der alte Hirsch auf der gegenüberliegenden Straßenseite gewonnen werden, der im Besitz der Katholischen Kirchengemeinde war. Alljährlich musste die Zuteilung der Räume geändert werden, weil Eltern den miserablen Zustand des Schullokals monierten und dafür sorgten, dass ihre Klasse verlegt wurde.

Schulraumnot zu Beginn der 20er-Jahre erzwang erneut Planungen. Hinter dem noch jungen Backsteinbau sollte eine neue Sammelschulanlage entstehen. Die mehr als traurige Finanzlage im Inflationsjahr schilderte Stadtschultheiß Franz Mauz in einem Bettelbrief an Ihre Exzellenz, den Präsidenten von Amerika. Und obwohl damals schon 140 000 Backsteine im Schulhof lagerten, scheiterte das Projekt.

Die Spur der Horber Realschule verlor sich zunächst im Jahre 1937 durch die Zusammenlegung der Latein- und Realschule, die nun zur Oberschule umbenannt wurde, und bis zum Jahre 1957 im desolaten Gebäude des Oberen Spitals war.

Vor 100 Jahren, in der Kaiserzeit – der Zeit, als die Körperertüchtigung an Bedeutung gewann, der Zeit der Ordnungsliebe und des Gehorsams, der Vaterlandsliebe und des Exerzierens – hatte Horb eine Turnhalle, aber keine Schule. Nicht zur Wehrertüchtigung, sondern zur Gesunderhaltung und Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit haben die Grundschulkinder heute die Möglichkeit, sich täglich zu festgelegten Zeiten in einem Schulneubau mit Turnhalle und neu gestalteten Pausenhof zu bewegen.

Der Backsteinbau wurde zum Mittelpunkt für Horber Grundschulkinder. Mit gut ausgestattetem Erweiterungsbau einschließlich Computerraum und Musiksaal sowie modernisiertem Altbau zeigt sich die Gutermann-Grundschule Horb nach 100 Jahren als eine den heutigen Forderungen gerecht werdende kindgerechte, zentrums- und naturnahe Bildungseinrichtung.

Für Soldaten Socken stricken

Wie sah aber früher der Schulalltag darin aus? Im Kaiserreich gehörte es zu den wichtigsten Aufgaben der Schule, Vaterlandsliebe zu wecken und dazu beizutragen, dass der Kaiser geachtet und geehrt wurde. Gehorsam und Unterordnung schätzte man als die wichtigste Tugend gegenüber dem Lehrer. Die Geburtstage des Kaisers wurden in der Schule groß gefeiert mit Kirchgang, Festreden, Chorgesang und Gedichtvorträgen – und abschließend gab es für die Kinder, die in Sonntagskleidung zur Schule kamen, schulfrei.

Ordnungsliebe und Pünktlichkeit, Fleiß und Höflichkeit, sittsames Betragen und Ehrerbietung trugen ihre Früchte. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, konnten die Früchte dieser Erziehung geerntet werden. Ganze Schulklassen zogen freiwillig ins Feld, um ihr leben fürs Vaterland einzusetzen. Gehorsam und Unterordnung als wichtigste Tugend schlugen durch. Das Kriegsgeschehen beeinflusste wiederum den Schulalltag: Im Arbeitsunterricht strickten beispielsweise die Mädchen Socken, Knöchelwärmer, Ohrenschützer und Handschuhe für die frierenden Soldaten.

Auch auf die Lehrerfortbildung kamen Neuerungen zu. In einem Schreiben vom 10. Juni 1914, abgesandt von Bezirksschulinspektor Halder aus Rottenburg, wird eine Sonderkonferenz anberaumt und zwar in der städtischen Turnhalle. Es sind Lehrproben angesagt wie: Einführung der Knaben in Erste- Hilfe-Leistungen bei Knochenbrüchen, Bekanntmachung mit den Maßregeln für das Verhalten bei Verletzungen von Blutgefäßen, Einfluss des Turnens auf die Willens- und Charakterbildung. Die Ausbildung zur Leibesertüchtigung bekam einen anderen Charakter.

Die wirtschaftliche Misere durch den verlorenen Krieg verhinderte räumliche Verbesserungen – nicht aber die innere Entwicklung. Im Jahre 1924 wurde die Berufsschule mit inzwischen 148 Lehrlingen weiter ausgebaut. Im Jahr 1920 wurden Latein- und Realschule zusammengelegt. Eine wachsende Schülerzahl im Jahre 1923 (137 Schüler) erforderte verbundene Fächer, was wiederum größere Klassenstärken zur Folge hatte. Schulvorsteher Lösch beklagte die räumliche Enge und forderte eine veränderte Zuteilung der Schullokale, da Klassenstärken mit mehr als 40 Schülern im Kaplaneigebäude von Dr. Fischer nicht mehr unterrichtet werden konnten.

Im Lehrerzimmer musste für die Realschule ebenfalls eine Wand eingezogen werden. Lehrer hatten keine Bleibe mehr. Für Schulzwecke war eine evangelische Klasse im Gemeindesaal des Pfarrhauses untergebracht. Durch die Lärmbelästigung des Pfarrers und die zu starke Inanspruchnahme des Lokals wollte die Kirchengemeinde den Raum nicht mehr weitergenehmigen.

Wegen Schulraumnot fiel am 2. August 1923 die Entscheidung für einen Neubau auf dem alten Friedhof hinter dem bestehenden Gebäude. Die Überlassung des oberen Teils des Friedhofs zur Erstellung eines so genannten Sammelschulgebäudes wurde von der Kirchen- und Hospitalpflege unterstützt.

Wegen der finanziellen Notlage schrieb der damalige Bürgermeister Mauz Bettelbriefe an die Horber Auswanderer des 19. Jahrhunderts – zudem auch (am 8. August 1923) an seine Exzellenz, den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Er beschreibt den traurigen Zustand der Stadt, die ohne fremde Hilfe nicht bauen kann.

Eine Spenderliste wurde angelegt, auf der allerdings von dieser Seite kein Eingang zu verzeichnen war. Ein Herr Anton Lindacher aus Ohio äußerte in einem Schreiben wenig Verständnis für die bauliche Erweiterung und erinnerte an eine Spende für das stattliche Gebäude, das doch erst im Jahre 1904 gebaut worden sei. Zudem habe er eine große Verwandtschaft in Deutschland, zu deren Unterstützung er sich verpflichtet fühle. Auf der Spenderliste sind fünf Dollar vermerkt.

Die Notlage führte zum Bauaufschub und zum Scheitern des Schulprojektes. Zum ersehnten Schulhausneubau kam es nie. Die städtebauliche Entwicklung in Bezug auf Schulneubauten ist aus einschlägigen Veröffentlichungen in den letzten Jahren bekannt: Umzug des Gymnasiums aus der Alten Oberschule am Burgstall in die Kelterwiesen im Jahr 1957 und der Umzug der Berufsschule in die Stadionstraße im Jahr 1961.

Die organisatorische und räumliche Trennung der Horber Volksschule erfolge nach einem neuen Schulgesetz, das im Schuljahr 1966/67 wirksam wurde. Die Hauptschüler zogen mit den Realschülern ins Schulzentrum auf den Hohenberg. Das einstige Backsteingebäude aus dem Jahre 1904 prägt noch heute das Stadtbild. Die Weichenstellungen im letzten Jahrhundert haben die Möglichkeit zur Dezentralisierung geschaffen.

Von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart: 100 Jahre Gutermann-Grundschule  / Von Agnes Müller

Von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart: 100 Jahre Gutermann-Grundschule  / Von Agnes Müller
Rückblick um 100 Jahre: Um 1900 hatten die Horber eine neue Turnhalle, aber keine Schule. Vor dem Jahr 2000 hatten die Horber Grundschüler eine Schule, aber keine Halle. Durch den Neubau entlang der Stuttgarter Straße blieb der Mittelpunkt Schule in der Nähe zur Kirche erhalten.

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24.07.2004, 12:00 Uhr

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