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Frankfurt

Von heute an Streik bei der Lufthansa

Der Lufthansa steht von heute an wieder ein Streik ins Haus. Die Details will die Gewerkschaft Ufo am Vormittag bekannntgeben.

06.11.2015

Von ROLF OBERTREIS

Frankfurt Der größte Streik in der Geschichte der Lufthansa ist beschlossene Sache. Die 19 000 Flugbegleiter der Lufthansa werden von heute Freitag, 12 Uhr an, in den Ausstand treten. Dies kündigte Nicoley Baublies, Chef der Flugbegleitergewerkschaft Ufo, gestern Nachmittag nach Ablauf der von ihm gesetzten Frist an. Allerdings ist nach wie vor offen, wo und welche Flüge genau bestreikt. Dies will Ufo erst am heutigen Freitagmorgen zwischen 8 und 9 Uhr bekanntgeben. Gestern war ein letztes Gespräch zwischen beiden Seiten gescheitert. Während Lufthansa betonte, man sei auf alle Forderungen von Ufo im Blick auf den umstrittenen Versorgungstarifvertrag eingegangen, sagte Baublies, es sei kein verbessertes Angebot vorgelegt worden.

"Es gibt keinerlei Option mehr, den Streik abzuwenden", sagte der Ufo-Chef am späten Donnerstagnachmittag. Geradezu empört reagierte er auf die angebliche Drohung der Lufthansa, in Zukunft kein Kabinenpersonal mehr einzustellen und damit weitere Flugzeuge aus der Lufthansa heraus zu anderen Konzerngesellschaften mit schlechteren Tarifbedingungen zu verlagern. "Das Gespräch am heutigen Nachmittag wurde nach wenigen Minuten einvernehmlich beendet. Ein Streik ist damit unvermeidbar."

Ein Lufthansa-Sprecher dagegen betonte, man sei auf alle Forderungen von Ufo zur Übergangsversorgung eingegangen, um Streik und Schaden von den Kunden abzuwenden. Für neu einzustellenden Flugbegleiter habe man zudem eine bei deutschen an der Börse gelisteten Konzernen übliche von den Arbeitgebern finanzierte Altersversorgung angeboten. "Ufo hat auch dieses Angebot nicht angenommen", sagte der Lufthansa-Sprecher.

Laut Baublies hat die Lufthansa diese Angebote gar nicht vorgelegt. Es sei ein weiterer Versuch, die Öffentlichkeit gegen Ufo aufzubringen. Die Kommunikation des Unternehmens sei hilflos und reißerisch: "Sozialpartnerschaft ist keine Einbahnstraße. Der Konzernführung scheint dies egal zu sein."

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Erstellt:
6. November 2015, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
6. November 2015, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 6. November 2015, 12:00 Uhr

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